Die Vielfalt religiöser Erfahrung

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Die Vielfalt religiöser Erfahrung
Autor(en): William James
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Insel
Serie:
Erscheinungsjahr: 1902
Seitenanzahl: 581 Seiten
Originaltitel: The Varieties of Religious Experience
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 345833484X
ISBN-13/

EAN-Code:

9783458334842
Schlagwörter: Erfahrung, Bekehrung, Mystik, Pragmatismus
Sachgebiete: Sachbuch, Religionswissenschaft
Rezensionen
Umschlag

Die Vielfalt religiöser Erfahrung. Eine Studie über die menschliche Natur (englisch The Varieties of Religious Experience) ist das 1902 erschienene Buch von William James. Religion ist, was sie im Einzelnen anrichtet – nicht das Dogma der Kirche, sondern die Erfahrung, an der sich ein Leben wendet.

Inhalt

James hielt die Gifford-Vorlesungen in Edinburgh und machte aus ihnen eine Psychologie der Frömmigkeit. Er stellt die Institutionen beiseite und sammelt Berichte: Bekehrung, Heilung, Vision, Verzweiflung, die Stimme, die eingreift, die Trockenheit, die folgt. Zwei Typen tragen das Buch. Die gesundmütigen Seelen – Walt Whitman steht für sie – sind einmal geboren, einverstanden mit der Welt, fromm ohne Abgrund. Die kranken Seelen sind zweimal geboren: Sie kennen das Böse als Wirklichkeit, die Melancholie, den Durchbruch, der ein zweites Leben anfängt. Bekehrung ist bei James kein Beweis für Gott; sie ist ein Vorgang im Menschen, den man beschreiben kann, ohne ihn wegzuerklären.

Die Mystik erhält vier Merkmale: Unaussprechlichkeit, noetische Qualität – ein Wissen, das sich wie Einsicht anfühlt –, Flüchtigkeit, Passivität. James nimmt die Berichte ernst und prüft sie pragmatisch. Wahrheit religiöser Ideen zeigt sich an ihren Früchten: an Halt, an Energie, an der Fähigkeit zu leben. Er will weder den Atheismus siegen lassen noch die Theologie. Zwischen Sigmund Freuds späterer Traumdeutung, die das Innere als Wunschmaschine liest, und der Kirchendogmatik sucht James einen dritten Weg: die Erfahrung als Tatsache, ihre Deutung als Hypothese, ihr Wert als Frage des Lebens.

Das Buch ist weitherzig, anekdotisch, amerikanisch in der Geduld gegenüber dem Einzelnen. James, selbst von Krisen heimgesucht, schreibt als Arzt der Seele, der keine Kirche retten muss. Die Grenze liegt in der Auswahl: Protestantische Innenerfahrung überwiegt, das Kollektiv, das Ritual, die Macht treten zurück. Was bleibt, ist die Erlaubnis, Religion zu untersuchen, ohne sie zu entlarven oder zu predigen.

Einordnung

Die Vorlesungen haben die Religionspsychologie begründet und den Pragmatismus an einem Stoff erprobt, der nicht im Labor liegt. Otto hat später das Numinose gegen die bloße Psychologie gesetzt; Eliade die Formen gegen das Individuum. James bleibt der Text, der die Innenseite nicht preisgibt. Die Kritik nennt ihn zu privat, zu angloamerikanisch, zu freundlich gegenüber dem Wunder. Geblieben ist die Frage, die er an jede Theorie richtet: Was macht sie mit dem, der glaubt – und was, wenn sie ihm die Erfahrung nimmt, ohne eine bessere zu geben?

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.