Die Stadt
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Die Stadt |
| Autor(en): | Robert E. Park, Ernest W. Burgess |
| Originaltitel: | The City. Suggestions for Investigation of Human Behavior in the Urban Environment |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1925 |
| Schlagwörter: | Stadt, Zone, Segregation, Forschung |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Soziologie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | University of Chicago Press
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| Umfang dieser Ausgabe: | 239 Seiten |
| ISBN: | 9780226646114 |
| Verweise | |
Die Stadt (englisch The City) ist der 1925 erschienene Programmband von Robert E. Park, Ernest W. Burgess und Mitarbeitern, mit dem die Chicagoer Schule die Großstadt zum Labor der Soziologie erklärte. Chicago wird in Zonen gelesen: Geschäftskern, Übergang, Arbeiterwohnungen, Villen, Pendlerkranz. Menschliches Verhalten in der städtischen Umwelt ist nicht Verfall der Gemeinschaft, sondern eine neue Ordnung, die sich kartieren lässt. Das Buch ist Manifest und Anleitung.
Inhalt
Park, der Reporter gewesen war, verlangt Beobachtung statt Moralpredigt. Die Stadt ist ein Zustand des Geistes, eine Mobilität, eine Segregation in natürliche Gebiete, in denen Sitten entstehen, die das Lehrbuch der Kleinstadt nicht kennt. Burgess zeichnet das konzentrische Modell, das seither in jeder Einführung steht und seither widerlegt wird: Die Zonen sind Idealtypen, keine Naturgesetze, aber sie zwingen, Ungleichheit räumlich zu denken. McKenzie trägt die menschliche Ökologie bei, das Wort, das die Schule für das Zusammenleben ohne Idylle fand.
Die Aufsätze versammeln Themen, aus denen Dissertationen wurden: die Zeitung, die Mobilität, das Ghetto, die Nachbarschaft. Forschung heißt hier: hinausgehen, zählen, beschreiben, die Karte neben die Lebensgeschichte legen. Gegen die ältere Sozialreform, die Elend als Sünde las, setzt Park die Neugier. Die Stadt produziert Abweichung und Innovation an derselben Stelle, im Übergangsgürtel, wo Bindungen locker sind. Wer nur das Zonenmodell als Bild kennt, unterschlägt die Methode; wer nur die Methode kennt, unterschlägt, dass hier eine Industriegesellschaft sich selbst zum Gegenstand nahm, ohne Europa um Erlaubnis zu fragen.
Das schmale Buch hat eine Generation von Studien ausgelöst, die dicker wurden als es selbst. Die Kritik hat den Ökologiebegriff für biologisch naiv, das Modell für zu chicagozentrisch, die Blindheit gegenüber Klasse und Rasse als Struktur für ideologisch gehalten. Geblieben ist die Erlaubnis, die Stadt zu lesen, statt sie nur zu beklagen. Die spätere Urbanistik, Whytes Ecke, Wirths Ghetto, die Kritik der Segregation arbeiten in diesem Raster, auch wo sie es zerlegen.
Einordnung
Die Stadt ist das Organon der Chicagoer Schule, wie der polnische Bauer ihr Epos war. Neben Goffmans Theater und Mills’ Phantasie – der Gegenposition – bleibt es der Text, der Sozialforschung an den Bürgersteig gebunden hat. Die deutsche Stadtsoziologie hat das Zonenmodell gelehrt und die Ökologie oft verworfen. Wer nach 1925 über Großstadt spricht, ohne Zonen, Segregation und den Reporterblick, spricht hinter diesem Band, auch gegen ihn.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
