Die Mischna
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Die Mischna |
| Autor(en): | Jehuda ha-Nasi |
| Originaltitel: | מִשְׁנָה |
| Originalsprache: | hebräisch |
| Erstveröffentlichung: | um 200 |
| Schlagwörter: | mündliche Tora, Halacha, Traktat, Kanon |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Theologie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | |
| Umfang dieser Ausgabe: | 1200 Seiten |
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| Verweise | |
Die Mischna ist die um 200 von Jehuda ha-Nasi redigierte Ordnung der mündlichen Lehre Israels: sechs Ordnungen, Traktate, die Streitstände der Tannaiten nebeneinander stehen lassen. Sie ist nicht die hebräische Bibel und nicht schon der Talmud. Sie ist das Corpus, an das die Gemara sich hängt – die Schließung, die den Kommentar eröffnet. Jehuda gilt als Redaktor, nicht als Verfasser jedes Satzes.
Inhalt
Die Mischna ordnet das Leben unter dem Gesetz, nachdem der Tempel zerstört ist: Saat, Fest, Frauen, Schädigungen, Heiliges, Reinheit. Sie zitiert Lehrer mit Namen und lässt Minderheiten stehen. Das ist die Form des offenen Kanons: binden, ohne den Streit zu tilgen. Halacha wird memorierbar, indem sie gegliedert wird; sie bleibt Streit, indem die gegliederte Meinung die andere nicht löscht.
Der Ton ist knapp, hebräisch, oft ohne Begründung – die Begründung liefert später die Gemara. Gegen die schriftliche Tora, die als eines gilt, setzt die Mischna die mündliche, die weiß, dass sie viele Hände hat. Gegen die christliche Schließung des Kanons im vierten Jahrhundert steht diese jüdische Schließung, die den Kommentar zur Pflicht macht. Unsicher bleibt, was Jehuda weggelassen hat. Kanon formt, indem er weglässt. Die Mischna ist darin nicht unschuldiger als jede andere Liste.
Wer eine Erzählung sucht, sucht ein anderes Buch. Wer ein Gesetzbuch im modernen Sinn sucht, verfehlt die Namen, die neben der Norm stehen. Die Mischna ist Ordnung des Streits. Genau deshalb konnte der Talmud an ihr wachsen, statt sie zu ersetzen.
Einordnung
Neben der hebräischen Bibel ist die Mischna die zweite Schrift, ohne die Judentum nicht Judentum ist. Der babylonische Talmud ist der Kommentar, der selbst heilig wird. Mendelssohn hat später das Gesetz gegen den Dogmenzwang verteidigt; die Mischna ist das Gesetz als Streitordnung. Wer nach 200 über offenen Kanon spricht, spricht hinter dieser Redaktion. Die Bookpedia braucht den Titel, weil »die Schrift gilt, der Streit geht weiter« sonst eine Formel ohne Corpus wäre.
Essays
Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.
Der Talmud und der offene Kanon (Lesepfad)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.