Die Gesellschaft in Amerika
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Die Gesellschaft in Amerika |
| Autor(en): | Harriet Martineau |
| Originaltitel: | Society in America |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1837 |
| Schlagwörter: | Amerika, Sklaverei, Frauen, Demokratie |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Soziologie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Saunders and Otley
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| Umfang dieser Ausgabe: | 365 Seiten |
| ISBN: | |
| Verweise | |
Die Gesellschaft in Amerika ist der deutsche Titel von Harriet Martineaus 1837 erschienenem Werk Society in America, geschrieben nach einer Reise durch die Vereinigten Staaten 1834 bis 1836. Martineau, englische Essayistin, Nationalökonomin, Übersetzerin Comtes, prüft die Republik an dem, was sie über sich sagt: Freiheit, Gleichheit, Selbstregierung. Sie findet Sklaverei, die Lage der Frauen und den Druck der Mehrheit – und sie findet das zwei Jahre nach Tocquevilles erstem Band, mit einem Blick, der Haushalt, Hof und Versammlung nicht den Männern der Politik überlässt.
Inhalt
Martineau reist nicht als Touristin der Landschaft, sondern als Beobachterin von Institutionen. Sie sitzt in Versammlungen, spricht mit Abolitionisten und Sklavenhaltern, mit Frauen, die nicht wählen, mit Siedlern am Rand. Die Verfassung verspricht Prinzipien; die Gesellschaft verrät, wer gemeint ist. Die Sklaverei ist bei ihr keine südliche Besonderheit, die man abtrennen könnte: sie formt Arbeit, Ehe, Religion, die Moral der Herren und die Furcht vor dem Aufstand. Ein Volk, das Freiheit zur Staatsreligion macht und Menschen als Sache hält, lebt im Widerspruch, den Martineau nicht als Hypokrisie belächeln, sondern als Struktur beschreiben will.
Die Lage der Frauen ist das zweite Maß. Bildung ohne Beruf, Ehe als Unterordnung, die Unsichtbarkeit in der Politik: Martineau liest das nicht als Sitte, sondern als Verweigerung derselben Demokratie, die den Mann mündig spricht. Religion, Parteien, die Sitten der Siedler, die Eile des Geldes: immer wieder die Frage, ob die Gleichheit der Bedingungen, von der Amerika lebt, eine Gleichheit der Rechte wird oder eine Gleichheit des Erwerbs, die Herrschaft im Haus und auf der Plantage lässt. Der Ton ist nüchtern, oft scharf, ohne den Reisewitz, der Fremdes zum Kuriosum macht. Martineau hat ökonomisch denken gelernt; sie zählt Kosten, auch moralische.
Unsicher ist die Reichweite einer Reise. Zwei Jahre sind kein Leben; der Norden spricht leichter mit ihr als die Tiefe des Südens. Tocquevilles Über die Demokratie in Amerika bleibt das größere Theoriebuch; Martineau bleibt die, die Sklaverei und Frauen nicht als Kapitel am Rand behandelt. Wer die Soziologie erst 1839 mit Comtes Namensgebung beginnen lässt, unterschlägt diese Empirie. Wer Amerika nur als Versprechen der Gleichheit kennt, trifft hier die Probe, die das Versprechen an den Unfreien und an der Frau misst. Die deutsche Titelgebung hält fest, was das Original im Namen trägt: Society, nicht scenery.
Einordnung
Martineau hat die Gesellschaftsbeobachtung als weibliche und als moralökonomische Arbeit in den Kanon geschrieben, den die Zunft lange männlich datierte. Neben Tocqueville steht sie als die härtere Probe auf Sklaverei und Geschlecht; neben Comte als die Praktikerin, die den Positivismus ins Feld nahm, bevor er Religion der Menschheit wurde. Wer die frühe Soziologie nur als französische Theorie kennt, hat diese amerikanische Reise nicht gelesen.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.