Die Gesellschaft der Gesellschaft

Niklas Luhmann · 1997 · Sachbuch, Soziologie


Das Werk
Deutscher Titel: Die Gesellschaft der Gesellschaft
Autor(en): Niklas Luhmann


Originalsprache: deutsch
Erstveröffentlichung: 1997
Schlagwörter: Gesellschaft, Differenzierung, Kommunikation, Welt
Sachgebiete: Sachbuch, Soziologie
Greifbare Ausgabe
Verlag: Suhrkamp


Umfang dieser Ausgabe: 1164 Seiten
ISBN: 9783518582404
Verweise


Die Gesellschaft der Gesellschaft ist das 1997 bei Suhrkamp in zwei Bänden erschienene Spätwerk von Niklas Luhmann. Nach Soziale Systeme von 1984 füllt er das Gerüst: Was die Gesellschaft ist, wenn sie aus Kommunikationen besteht und sich selbst beschreibt.

Inhalt

Luhmann schreibt eine Theorie der modernen Gesellschaft als Weltgesellschaft: Es gibt nur eine, weil Kommunikation global anschließen kann, auch wo Politik und Recht regional bleiben. Differenzierung in Funktionssysteme – Wirtschaft, Recht, Wissenschaft, Politik, Intimität, Kunst, Religion – ersetzt Schichtung als Leitunterscheidung, ohne Ungleichheit zu streichen. Jedes System beobachtet nach einem eigenen Code und bleibt für die anderen undurchsichtig. Die Gesellschaft der Gesellschaft heißt: Die Theorie ist selbst eine Kommunikation in der Gesellschaft, die ihren Gegenstand ändert, indem sie ihn beschreibt. Evolution, Medium, Semantik, die Selbstbeschreibung in Aufklärung und Soziologie: Der Grundriss von 1984 wird zur Summe, kühl, ohne Rezept.

Das Buch ist lang, zwei Bände, die letzten großen Kapitel einer Produktion, die Recht, Kunst, Religion, die Massenmedien schon einzeln abgehandelt hatte. Wer Luhmann nur aus Soziale Systeme kennt, trifft hier die Anwendung auf das Ganze. Wer nur die Funktionssysteme aus Seminaren kennt, unterschlägt die Weltgesellschaft und die Selbstbeschreibung. Die Kritik nannte das zu unbeirrbar, zu wenig Konflikt, eine Theorie, die Protest als Umwelt verbucht. Luhmann hält an der Distanz fest, weil Soziologie, die mitsteuert, aufhört zu beobachten. Die Gefahr ist der Jargon der Autopoiesis, der 1997 schon Schule war.

Die Wirkung lag in der Kanonisierung: Wer deutschsprachige Gesellschaftstheorie nach Habermas studiert, kommt an den zwei Bänden vorbei oder scheitert an ihnen. Hartmut Rosas Resonanz hat später die Weltbeziehung zurückverlangt, die Luhmann aus der Theorie genommen hatte. Wer das Buch als Maschinenbau der Systeme liest, unterschlägt, dass Sinn hier die Welt offenhält, nicht schließt.

Einordnung

Ohne dieses Buch bleibt Luhmann der Autor eines Grundrisses. Die zwei Bände von 1997 sind die Gesellschaftstheorie, die er angekündigt hatte. Wer nach ihnen von Gesellschaft spricht und Menschen in die Mitte setzt, als wäre das selbstverständlich, spricht hinter diesem Werk – oder gegen es, was dasselbe sein kann.

Ideen

Infrastruktur (wichtig)

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.