Die Erotik
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Die Erotik |
| Autor(en): | Georges Bataille |
| Originaltitel: | L'Érotisme |
| Originalsprache: | französisch |
| Erstveröffentlichung: | 1957 |
| Schlagwörter: | Erotik, Tod, Verausgabung, Heilig |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Philosophie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Matthes & Seitz
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| Umfang dieser Ausgabe: | 475 Seiten |
| ISBN: | 9783957579102 |
| Verweise | |
Die Erotik (französisch L'Érotisme) ist das 1957 erschienene Buch von Georges Bataille über das Begehren, das die diskontinuierliche Existenz der Einzelnen an den Tod und an das Heilige rührt. Erotik ist nicht Fortpflanzung und nicht Vergnügen allein; sie ist die Erfahrung, in der das Subjekt sich verausgabt. Das Collège de Sociologie der späten dreißiger Jahre steht hinter diesem späten Buch: das Heilige als Gemeinschaft der Überschreitung, ohne Kirche.
Inhalt
Bataille setzt das diskontinuierliche Wesen – jeder stirbt für sich – gegen die Kontinuität, die im Rausch, im Opfer, im erotischen Akt aufblitzt und ängstigt. Tabu und Übertretung gehören zusammen; wer nur Freiheit kennt, hat die Schwelle unterschlagen. Sade, der Inzest, die Tränen des Eros: Beispiele einer Wissenschaft vom Heiligen, die Durkheim und Mauss um die Verausgabung ergänzt, die die Gabe noch ökonomisch denken konnte. Wer Bataille nur als Skandalautor kennt, unterschlägt die Soziologie.
Das Buch bleibt philosophisch, literarisch, ohne Feldforschung. Das Collège hatte das Heilige in der Straße und im Fest gesucht; 1957 zieht Bataille die Summe, nachdem Caillois und Leiris andere Wege gegangen waren. Die Kritik nannte Mystik, Frauenfeindlichkeit, die Ästhetisierung der Gewalt. Geblieben ist die Auskunft, dass Gemeinschaft mehr verlangt als Vertrag.
Die deutsche Ausgabe hat Bataille zum Denker der Überschreitung gemacht, oft ohne das Collège. Hier gilt die Erotik als das eine Buch, nicht die verfemte Teilhabe. Wer das Collège nur als Fußnote kennt, hat 1957 nicht gelesen.
Einordnung
Bataille hat dem Collège das späte Organon gegeben. Neben Mauss’ Gabe und Caillois’ Heiligem steht die Erotik als der Text, der Verausgabung zur Erfahrung macht. Die französische Theorie nach 1968 hat ihn kanonisiert, oft als Vorläufer. Wer nach 1957 über Begehren spricht, ohne Tod und Tabu, spricht hinter diesem Band.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
