Der ewige Quell
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Der ewige Quell |
| Autor(en): | Ayn Rand |
| Originaltitel: | The Fountainhead |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1943 |
| Schlagwörter: | Architektur, Individualismus, New York, Wille |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Goldmann
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| Umfang dieser Ausgabe: | 944 Seiten |
| ISBN: | 9783442037001 |
| Verweise | |
Der ewige Quell ist der Roman von Ayn Rand, 1943 in den Vereinigten Staaten unter dem Titel The Fountainhead erschienen, deutsch zuerst 1946 in der Übersetzung von Harry Kahn. Ein Architekt weigert sich, dem Geschmack der Menge zu folgen, sprengt ein entstelltes Bauwerk und hält vor Gericht eine Rede auf den schöpferischen Einzelnen. Rand, aus Russland geflohen, hat daraus ein Lehrstück gegen den Kollektivismus gemacht, lang, starr und von einer Anhängerschaft gelesen, die in Howard Roark den idealen Mann erkennt. Zwölf Verlage hatten das Manuskript abgelehnt. Der Band wurde ein Dauererfolg und der Auftakt zu Rands späterer Lehre, die sie Objektivismus nannte.
Inhalt
Howard Roark wird von der Architekturhochschule verwiesen, weil er die vorgeschriebenen Stile verweigert, und arbeitet fortan für den alternden, erfolglosen Henry Cameron, der wie er das Moderne will und dafür bezahlt. Als Camerons Büro schließt, hilft Roark heimlich dem ehemaligen Kommilitonen Peter Keating, der durch Anpassung und Intrige aufsteigt und an den entscheidenden Entwürfen versagt. Roarks eigenes Büro bricht zusammen; er nimmt Arbeit in einem Steinbruch an. Dort begegnet ihm Dominique Francon, Tochter des Büroinhabers, in den Keating eingetreten ist. Die Beziehung beginnt mit einer Vergewaltigung, die Rand als erotische Unterwerfung meint und die seither als Gewalt gelesen wird. Roark verlässt den Steinbruch für einen Auftrag; Dominique erkennt ihn in New York wieder, bekämpft ihn öffentlich und sucht ihn nachts auf.
Der Architekturkritiker Ellsworth Toohey, sozialistisch im Ton und herrschsüchtig im Ziel, hetzt die Meinung gegen Roark. Ein Tempel des menschlichen Geistes, den Roark mit einer Statue des Bildhauers Steven Mallory baut, wird abgelehnt; Roark wird auf Schadenersatz verklagt. Dominique verteidigt das Gebäude, verliert die Stellung und heiratet Keating aus Verachtung für eine Welt, die Roark anklagt. Der Zeitungsverleger Gail Wynand, vom Schuhputzer zum Magnaten aufgestiegen, kauft Dominique Keating ab, erkennt in Roark den Schöpfer und wird sein Freund. Keating bittet Roark um Pläne für einen sozialen Wohnungsbau unter der Bedingung, sie unverändert auszuführen. Toohey sorgt dafür, dass die Bauten entstellt werden. Roark sprengt die Baustelle.
Im Prozess hält Roark ein langes Plädoyer: Der Schöpfer stehe allein, die Nächstenliebe sei die Erfindung dessen, der vom Geist anderer lebe, Amerika ruhe auf dem Eigennutz des Einzelnen. Er wird freigesprochen. Wynand, dessen Blätter sich erst für Roark und dann unter dem Druck der Käufer gegen ihn stellen, bricht die Freundschaft und gibt ihm dennoch den Auftrag zum höchsten Turm der Stadt. Roark heiratet Dominique. Toohey bleibt der Gegenspieler, der Begabung erkennt, um sie zu entwerten. Der Roman schließt nicht mit einem Zweifel, sondern mit dem Sieg der Figur, die Rand als Maß gesetzt hat.
Einordnung
Rand hat den Künstlerroman zur Kampfschrift gemacht. Roark ist keine gebrochene Figur, sondern ein Programm: Integrität gegen den „Zweithänder“, der nur im Blick der anderen existiert. Die Länge, die Reden, die Schwarzweißzeichnung der Gegner – Keating als Anpasser, Toohey als Strippenzieher – haben den literarischen Rang immer streitig gemacht und die Wirkung nicht gemindert. Unter Architekten, Unternehmern und amerikanischen Konservativen wurde das Buch zum Bekenntnisbuch; in Europa blieb die Aufnahme kühler, auch weil spätere Übersetzungen den Titel in Der Ursprung änderten. Die Steinbruchszene gehört zu den Stellen, an denen Rands Freiheitslehre mit der Verfügung über einen fremden Körper zusammenstößt.
King Vidors Film von 1949, Ein Mann wie Sprengstoff, mit Gary Cooper und einem Drehbuch Rands, hat die Rede und die Sprengung ins Bild gesetzt und den Roman weder gerettet noch ersetzt. Ivo van Hove brachte den Stoff 2014 auf die Bühne. Wer nach Rand über den schöpferischen Einzelnen spricht, spricht hinter diesem Band; wer ihn für einen bloßen Architektenroman hält, hat Toohey und das Plädoyer nicht gelesen. Die angegebene Ausgabe folgt Kahns Übersetzung, die den deutschen Titel festgesetzt hat.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
