Der eindimensionale Mensch

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Der eindimensionale Mensch
Autor(en): Herbert Marcuse
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: dtv
Serie:
Erscheinungsjahr: 1964
Seitenanzahl: 279 Seiten
Originaltitel: One-Dimensional Man
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3423340843
ISBN-13/

EAN-Code:

9783423340847
Schlagwörter: Affirmation, Bedürfnis, Technik, Befreiung
Sachgebiete: Sachbuch, Politik
Rezensionen
Umschlag

Der eindimensionale Mensch. Studien zur Ideologie der fortgeschrittenen Industriegesellschaft (englisch One-Dimensional Man) ist das 1964 erschienene Buch von Herbert Marcuse. Die Freiheit, alles zu wählen, ist die Unfreiheit, nichts anderes zu wollen.

Inhalt

Die fortgeschrittene Industriegesellschaft stillt Bedürfnisse, die sie selbst erzeugt, und nennt das Glück. Kritik wird zum Störgeräusch, das der Betrieb einbaut. Affirmation ist keine Meinung, sie ist die Form: Technik, Verwaltung, Sprache der Tatsachen. Das zweidimensionale Denken – das die Welt an dem misst, was sie sein könnte – verkümmert zum Mitmachen.

Falsche Bedürfnisse binden an das, was herrscht. Die Sexualität wird freigegeben und zur Ware; Marcuse nennt das repressive Entsublimierung: Lust ohne Sprengkraft. Die Arbeiterklasse, auf die Marx setzte, ist integriert. Wer noch nein sagt, steht am Rand: Minderheiten, Ausgegrenzte, die, die nicht mitverdienen.

Das Buch endet nicht mit einem Programm. Es endet mit der Weigerung, die große Verweigerung, als Möglichkeit, nicht als Rezept. Der Ton ist der der Kritischen Theorie, verdichtet, ohne Adornos Musik. Gerade die Kürze hat ihn zur Losung der Revolte gemacht.

Einordnung

1968 hat das Buch auf die Straße getragen, oft als Lizenz zum Ausstieg. Neben Max Horkheimers und Theodor W. Adornos Dialektik der Aufklärung und gegen Karl Poppers Die offene Gesellschaft und ihre Feinde steht es als Diagnose der Gesellschaft, die offen erscheint und geschlossen hält. Die spätere Kritik nannte Marcuse elitär, die Randgruppenromantik naiv, die Technikfeindschaft grob. Wer ihn nur als Prediger der Revolte liest, unterschlägt die Härte: dass Wohlstand selbst zur Herrschaft werden kann.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.