Der Mensch und das Heilige

Roger Caillois · 1939 · Sachbuch, Religionswissenschaft


Das Werk
Deutscher Titel: Der Mensch und das Heilige
Autor(en): Roger Caillois
Originaltitel: L'Homme et le sacré
Originalsprache: französisch
Erstveröffentlichung: 1939
Schlagwörter: Heilig, Fest, Spiel, Krieg
Sachgebiete: Sachbuch, Religionswissenschaft
Greifbare Ausgabe
Verlag: Hanser


Umfang dieser Ausgabe: 256 Seiten
ISBN: 9783446146242
Verweise


Der Mensch und das Heilige (französisch L'Homme et le sacré) ist das 1939 erschienene Buch von Roger Caillois, die religionswissenschaftliche Summe des Collège de Sociologie. Das Heilige ist Ambivalenz: Anziehung und Schrecken, Fest, das die Ordnung sprengt und erneuert, Krieg als heilige Verausgabung. Caillois, neben Bataille und Leiris, schreibt kühler, schulmäßiger, näher an Mauss.

Inhalt

Caillois unterscheidet das Heilige der Achtung und das der Überschreitung. Das Fest gibt frei, was der Alltag bindet; danach kehrt die Arbeit zurück, oder die Gesellschaft zerfällt. Spiel, Krieg, das Opfer: Analogien einer Soziologie, die das Heilige nicht der Kirche überlässt. Wer nur Durkheim kennt, unterschlägt das Fest; wer nur Batailles Rausch kennt, unterschlägt die Typologie.

Das Buch entstand, während das Collège tagte, und erschien, als der Krieg das heilige Spiel ernst machte. Caillois ging nach Argentinien; Bataille blieb. Die späteren Spiel-Bücher haben 1939 oft überstrahlt. Hier gilt der Mensch und das Heilige. Die Kritik nannte Analogien zu weit, den Krieg zu geweiht. Geblieben ist die Ambivalenz als Werkzeug.

Die deutsche Hanser-Ausgabe hat Caillois neben Eliade gestellt und oft ohne das Collège gelesen. Wer die Schule nur als Bataille kennt, unterschlägt den kühleren Dritten.

Einordnung

Caillois hat dem Collège die Typologie des Heiligen gegeben. Neben der Gabe und der Erotik steht dieses Buch als der Text, der Fest und Krieg religionswissenschaftlich bindet. Die Religionswissenschaft hat ihn genommen, die Soziologie oft weggelassen. Wer nach 1939 über das Heilige spricht, ohne Ambivalenz des Festes, spricht hinter Caillois.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.