Der Babylonische Talmud
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Der Babylonische Talmud |
| Autor(en): | |
| Originaltitel: | תַּלְמוּד בָּבְלִי |
| Originalsprache: | aramäisch |
| Erstveröffentlichung: | um 500 |
| Schlagwörter: | Gemara, Halacha, Streit, Kommentar |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Theologie |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | |
| Umfang dieser Ausgabe: | 6000 Seiten |
| ISBN: | |
| Verweise | |
Der Babylonische Talmud ist die um das 6. Jahrhundert in den Schulen Babyloniens abgeschlossene Gemara zur Mischna: Kommentar, der selbst zur Schrift wird. Er hat keinen Verfasser im Sinn eines Buches. Er hat Redaktoren, Schichtungen, den Streit, der auf der Seite steht und nicht gelöscht wird. Neben der hebräischen Bibel und der Mischna ist er das dritte Corpus des offenen Kanons – das umfangreichste, das den Schluss verweigert, indem es bindet.
Inhalt
Die Gemara nimmt die knappe Mischna auseinander. Warum diese Norm? Welche Gegenmeinung? Welcher Vers trägt, welcher Einwand sticht? Der Traktat wird Gespräch über Jahrhunderte, aufgeschrieben, als wäre das Gespräch noch nicht zu Ende. Halacha und Erzählung, Recht und Sage liegen ineinander. Man kann eine Seite lernen, ohne das Ganze zu besitzen; das Ganze ist nicht zum Besitz gedacht, sondern zum Leben im Streit.
Gegen die christliche Bibel, die als ein Buch gilt, setzt der Talmud die unendliche Auslegung. Gegen die islamische Schließung des Korantextes setzt er die zweite Schrift, die nicht aufhört, die erste zu lesen. Unsicher bleibt jede Übersetzung: der Talmud ist Lernen, nicht Lektüre im stillen Zimmer allein. Druckausgaben – Vilna, spätere – haben Seitenbilder geschaffen, die selbst kanonisch wurden: Text in der Mitte, Rashi, Tosafot am Rand. Das Layout ist Theologie.
Wer eine Lehre sucht, die sich in einem Satz sagen lässt, verfehlt das Corpus. Wer nur Folklore sucht, verfehlt das Recht. Der Talmud ist beides und der Streit darüber, welches von beiden gerade gilt. Die Schließung um 500 ist eine Schließung des Wachstums, nicht des Sinns. Danach wird kommentiert, was schon Kommentar war.
Einordnung
Maimonides hat später kodifiziert, was der Talmud offenhielt; Mendelssohn hat das Gesetz gegen den Glaubenszwang verteidigt; Buber hat den Dialog philosophisch gemacht, der hier schon Form der Seite ist. Spinoza hat die Schrift politisch gelesen und den Talmud nicht zur Kirche gemacht. Wer nach der Spätantike über offenen Kanon spricht, spricht hinter diesem Corpus. Die Bookpedia braucht den Titel, weil Judentum sonst als Religion eines Buches erschiene, das es so nicht hat.
Essays
Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.
Der Talmud und der offene Kanon (Lesepfad)
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.