Der Augenjäger
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Der Augenjäger |
| Autor(en): | Sebastian Fitzek |
| Originaltitel: | Der Augenjäger |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 2011 |
| Schlagwörter: | Berlin, Auge, Gewalt, Jagd |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Knaur
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| Umfang dieser Ausgabe: | 432 Seiten |
| ISBN: | 9783426503737 |
| Verweise | |
Der Augenjäger ist ein Spannungsroman von Sebastian Fitzek, 2011 bei Droemer erschienen, der achte Band des Autors und die Fortsetzung des offenen Schlusses aus Der Augensammler. Ein Augenchirurg missbraucht sein Handwerk, eine blinde Physiotherapeutin soll ihn entlarven, und ein totgeglaubter Reporter jagt weiter den Mann, der sein Kind genommen hat. Fitzek, der die deutsche Unterhaltung mit Klinik, Polizei und plötzlichen Wendungen gefüllt hat, schreibt hier extreme Gewalt in ein Labyrinth aus falschen Tätern. Der Band wurde ein Verkaufserfolg wie die Vorgänger. Er zählt, weil er zeigt, wie ein Genre die Stadt Berlin als Operationssaal benutzt, nicht weil es Tugend lehrt.
Inhalt
In einer Hamburger Klinik zeigt ein Unbekannter der depressiven Johanna Strom ein Foto ihrer Tochter Nicola, die gefoltert wird; das Bild löst sich auf, Johanna bricht zusammen. Fünf Monate später findet der Reporter Alexander Zorbach am Hamburger Hafen nicht den entführten Sohn Julian, sondern eine Waffe: Der sogenannte Augensammler zwingt ihn am Telefon, sich zu erschießen, damit das Kind lebe. Zorbach drückt ab. Sieben Wochen später, im Berliner Winter, holt Kommissar Phillip Stoya die blinde Physiotherapeutin Alina Gregoriev ins Gefängniskrankenhaus. Dort sitzt Dr. Zarin Suker, ein berühmter Augenchirurg, der Frauen die Lider entfernt, sie vergewaltigt und so aussetzt, dass die Überlebenden sich umbringen. Die Kronzeugin Tamara Schlier ist verschwunden; Suker muss freigelassen werden.
Alina, die seit dem Fall des Augensammlers durch Berührung Bilder empfängt, soll das nächste Opfer erspüren. Johanna sucht sie in der Praxis auf, vergebens. Alina wird auf die Insel Schwanenwerder gelockt und findet dort Zorbach lebend: Die Kugel hat das Gehirn knapp verfehlt, Stoya hat ihn für tot erklärt, damit der Erpresser glaubt, die Forderung sei erfüllt. Zorbach will den Augensammler töten, den er in Frank Lahmann zu erkennen meint, einem ehemaligen Volontär. Suker entführt Alina, um ihr mit Nicoles Hornhaut das Augenlicht zu geben. Tamara, liderlos, liefert den Satz „Safran frisst Hirn“. Sukers Helferin Iris hat in Foren verzweifelte Frauen angeworben. Suker selbst erzählt Zorbach sein Motiv: Die schwangere Verlobte wurde vergewaltigt und erstickte; er bestraft Frauen, die Übergriffe nicht anzeigten, als Mitverantwortliche.
Der Schluss spielt in einem Zollhaus am ehemaligen Grenzübergang Dreilinden, wo Suker einen Operationsraum eingerichtet hat. Zorbach verhindert die Transplantation, Suker wird erschossen. Im Krankenhaus zwingt Zorbach die Ärzte, den sterbenden Lahmann zu wecken; Julian wird in einem Auto vor der Tür gefunden, Lahmann stirbt. Ein Anruf des Polizisten Mike Scholokowsky, genannt Scholle, kehrt die Rechnung um: Scholle selbst ist der Augensammler, Lahmann war unschuldig. „Safran weckt Hirn“ heißt „Frank war es nicht“. Zorbach hat einen Unschuldigen in den Tod getrieben. Fitzek lässt die Figuren nicht zur Ruhe kommen; die Rettung des Sohnes und die Schuld an Lahmann stehen nebeneinander. Die Stadt, der Hafen, die Insel und die Grenze sind Stationen einer Jagd, die das Sehen selbst zum Verbrechen macht.
Einordnung
Fitzek hat den deutschen Spannungsroman der zweitausender Jahre auf Klinik und Medien gelegt: Reporter, die zu Tätern und Opfern werden, Ärzte ohne Hippokrates, Polizisten, die das Spiel kennen. Der Augenjäger setzt den Augensammler fort, ohne ihn zu erklären; wer den Vorgänger nicht gelesen hat, tappt mit Alina. Die Kritik hat die Härte und die Wendungen gelobt und getadelt: Spannung als Achterbahn, Gewalt als Ware. Beides trifft. Der Text recherchiert Verfahren am Auge und benutzt sie als Folterphantasie; er ist Unterhaltung, die sich nicht hinter Kunst versteckt.
Im Werk des Autors gehören Alina, Zorbach und Stoya zu einem Personal, das von Band zu Band weiterblutet. Schwanenwerder zitiert den Schauplatz von Die Therapie. Wer nach Fitzek über Berliner Psychokriminalromane spricht, spricht hinter diesen Operationslichtern; wer nur die Grausamkeit sieht, hat die Konstruktion verfehlt, in der jeder Zeuge lügt und jedes Geständnis zu früh kommt. Die Knaur-Ausgabe hält die 432 Seiten, die man in einer Nacht durchliest und am Morgen nicht zitieren mag. Das Buch verspricht keine Gerechtigkeit, nur die nächste Jagd.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
