De triplici statu mundi

Francesc Eiximenis · 1379 · Sachbuch, Theologie


Das Werk
Deutscher Titel: De triplici statu mundi
Autor(en): Francesc Eiximenis
Originaltitel: De triplici statu mundi
Originalsprache: lateinisch
Erstveröffentlichung: 1379
Schlagwörter: Endzeit, Schisma, Zeitalter, Antichrist
Sachgebiete: Sachbuch, Theologie
Greifbare Ausgabe
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Umfang dieser Ausgabe: 32 Seiten
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Verweise


De triplici statu mundi, Über den dreifachen Zustand der Welt, ist eine kleine lateinische Endzeitschrift, die dem katalanischen Franziskaner Francesc Eiximenis zugeschrieben wird. Sie entstand 1378 oder 1379, im offenen Streit des Abendländischen Schismas, und gliedert die Menschheitsgeschichte in drei Zustände. Albert Hauf hat den Text 1979 herausgegeben. Ob Eiximenis der Verfasser ist, bleibt umstritten: Martí de Barcelona, Tomás Carreras Artau und Josep Perarnau bejahen es, mehrere Franziskaner und Pere Bohigas zweifeln, Hauf selbst zögerte bei der Edition. Das Traktat ist kurz und ganz auf die Deutung der eigenen Gegenwart als Schwelle gerichtet.

Inhalt

Der Autor schreibt gegen die Gleichgültigkeit gegenüber den Zeichen der Zeit und gegen die avignonesische Obödienz. Der erste Zustand umfasst die Frühzeit der Menschheit: böse, kriegerisch, von Gott mit Strafen heimgesucht – Sintflut, ägyptische Knechtschaft, Sodom, das goldene Kalb, der Tod der Aaronssöhne, Korach, endlich die Zerstörung Jerusalems unter Titus und Vespasian. Israel gilt als das bevorzugte Volk dieses Abschnitts. Der zweite Zustand kennt weniger Strafen; Gott sendet Bernhard von Clairvaux, Franz von Assisi und Dominikus zu Hilfe. An seinem Ende, nahe der Abfassungszeit, drohen Nöte, größer als die des ersten Zeitalters, und der Antichrist. Acht Merkmale dieser Spätzeit werden aufgezählt; das achte ist die Spaltung der Kirche. Der Verfasser hält zu Papst Urban VI. in Rom und greift das Papsttum in Avignon an.

Die Behauptung entfaltet sich als heilsgeschichtliche Landkarte. Züge des herbeizitierten Antichrist fallen auf die Kaiser Friedrich Barbarossa und Friedrich II.; zu seinen Aufgaben gehören in der mittelalterlichen Erwartung die Eroberung des Heiligen Landes und die Bekehrung der Ungläubigen. Dieser Antichrist sei grausam und dem endzeitlichen ähnlich, aber noch nicht der letzte. Als Trost folgen Verhaltensregeln für die Verfolgung, die Hauf mit den Regulae pro tempore persecutionis eines anderen Autors zusammengestellt hat. Nach der Ungnade des zweiten Zustands kommt der dritte: allgemeiner Friede, Schuldbefreiung der Priester, nur die Guten und Ausgewählten bleiben. Die Dauer bleibt offen. Dieser Friede endet mit dem endzeitlichen Antichrist, den Christus tötet; danach beginnt das Jüngste Gericht. Ausdrücklich zitiert werden Hildegard von Bingen, Joachim von Fiore und der Eremit von Lampedusa.

Unsicher wird das Traktat, wo Zuschreibung, Joachimismus und Tagespolitik ineinanderliegen. Die Dreiteilung der Weltgeschichte folgt Joachim, bei dem die Zeiten den Personen der Dreifaltigkeit entsprechen: Furcht und Knechtschaft, Blut und Geist, endlich geistliches Leben. Ob Formulierungen aus Arnau de Vilanovas Apokalypseerklärung, aus Ubertinus de Casale und Petrus Johannis Olivi einfließen, ist erwogen, nicht zwingend bewiesen. Wenn Eiximenis der Autor ist, steht das Stück neben seinem katalanischen Lehrwerk; wenn nicht, bleibt es ein franziskanisches Zeugnis des Schismas. Der Ton ist der der warnenden Endzeitpredigt: Strafkatalog, Merkmalsliste, Trostregeln. Die Grenze des Werks ist die des aktuellen Kampfs: Urban wird verteidigt, Avignon verdammt, die Weltgeschichte darauf geeicht.

Einordnung

Das Traktat gehört zur joachimischen und franziskanischen Endzeitliteratur des vierzehnten Jahrhunderts, nicht zur scholastischen Summa. Nachbarschaft hat es zur Apokalyptik Arnauts und zur Verteidigung Roms im Schisma, nicht zur späteren konfessionellen Kirchengeschichte eines Baronio. Die Debatte um die Autorschaft ist selbst ein Stück katalanischer Geistesgeschichte: das Werk eines berühmten Bruders oder ein zugeschriebenes Flugstück. Das Missverständnis liegt darin, hier ein fertiges System der drei Zeitalter oder bloße Parteipolemik zu sehen; es ist beides, knapp gebunden.

Geblieben ist das Bild einer Geschichte, die sich in Zuständen vollendet und in der eigenen Spaltung den Antichrist schon umrissen findet. Wer über Schisma, franziskanische Erwartung und die Politik der Endzeit spricht, stößt auf diese kleine Schrift. Sie ist randständig und genau deshalb ein Dokument, wie Theologie im Jahr 1379 Partei ergreift.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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