Das Spiel

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Das Spiel
Autor(en): Stephen King
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: Heyne
Serie:
Erscheinungsjahr: 1992
Seitenanzahl: 480 Seiten
Originaltitel: Gerald's Game
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3453441818
ISBN-13/

EAN-Code:

9783453441811
Schlagwörter: Fessel, Ehe, Trauma, Maine
Sachgebiete: Roman
Rezensionen
Umschlag

Das Spiel ist ein Roman von Stephen King, 1992 unter dem Titel Gerald's Game erschienen, deutsch im selben Jahr bei Heyne. Ein Ehepaar fesselt sich in einem abgelegenen Sommerhaus in Maine; der Mann stirbt, die Frau bleibt an das Bett geschmiedet. King hat daraus kein reines Schreckenskabinett gemacht, sondern eine lange innere Rede über Macht, Scham und ein verdrängtes Kindheitsverbrechen. Der Schauplatz ist ein Zimmer, der Feind zunächst der eigene Körper, dann eine Gestalt im Dunkeln, von der unklar bleibt, ob sie Halluzination oder Einbruch ist. 2017 kam eine Verfilmung zu Netflix. Der Band gehört zu den engsten, klaustrophobischsten Büchern Kings.

Inhalt

Jessie Burlingame und ihr Mann Gerald verbringen ein Wochenende am fiktiven Lake Kashwakamak. Gerald, Anwalt, will die Ehe mit Handschellen und einem Spiel retten, das Jessie längst graut. Sie liegt nackt am Bettgestell, als sie ihn auffordert aufzuhören; er versteht den Widerstand als Teil der Inszenierung und drängt weiter. Jessie tritt zu, Gerald bricht zusammen und stirbt am Herz. Die Handschellen halten. Das Haus steht leer, der See ist menschenfern, die Hilferufe verhallen. Neben dem Bett liegt die Leiche, im Raum die Hitze, im Körper der Durst. Jessie hört Stimmen von Schulfreundinnen, die sich als Anteile ihrer selbst entpuppen: die Angepasste, die Zornige, die, die überleben will.

In der inneren Verhandlung kommt hoch, was Jessie Jahrzehnte zugedeckt hat. Als Zwölfjährige, bei einer Sonnenfinsternis, hat der Vater sie sexuell berührt; die Mutter hat geschwiegen, die Familie die Normalität weitergespielt. Gerald, so begreift sie, hat nicht nur ein Spiel verlangt, sondern dieselbe Verfügung über ihren Körper. Nachts frisst ein streunender Hund an der Leiche. Später steht eine deformierte Gestalt im Mondlicht, einen Koffer voller Knochen und Schmuck in der Hand. Jessie nennt sie »Space Cowboy«, nach einer Zeile aus einem Lied, und weiß nicht, ob sie wahnsinnig wird. Der Durst treibt sie zu einem verzweifelten Befreiungsversuch: Sie häutet sich an einer Glasscherbe die Hand, gleitet aus der Schelle, erreicht den Schlüssel.

Monate später schreibt Jessie an eine der Freundinnen, deren Stimme sie im Haus gehört hat. Die Polizei hat Raymund Andrew Joubert festgenommen, einen Grabräuber und Mörder mit einer Krankheit, die das Gesicht entstellt; Jessie erkennt in ihm die Gestalt vom Bett. Sie stellt sich ihm vor Gericht und schließt damit ab, was das Zimmer nicht beenden konnte. Der Hund, die Handschellen, der tote Ehemann bleiben als Tatsachen; die innere Arbeit bleibt unvollständig, aber Jessie lebt. King bindet die Geschichte an andere Bücher: Der Polizist Norris Ridgewick kommt aus Castle Rock, die Sonnenfinsternis verbindet Jessie mit der Figur der Dolores.

Einordnung

King hat nach dem Ensemble von Sie das Einpersonenstück gewählt: fast nur Jessie, fast nur ein Raum, fast nur Stimmen. Das Schreckliche ist nicht der Einbrecher, sondern die Ehe, die das Kindheitstrauma fortsetzt, ohne es zu kennen. Die Gestalt im Dunkeln gibt dem Horror ein Gesicht und nimmt ihm zugleich die Ausrede, alles sei nur Einbildung; Joubert ist real, die Stimmen sind real als psychische Instanzen. Gegenüber den großen Castle-Rock-Romanen wirkt Das Spiel kammerspielhaft und härter gegen den Leser, der die Fesselung aushalten muss, solange Jessie sie aushält. Die erotische Ausgangslage ist kein Reiz, sondern die Falle.

Die Verfilmung von Mike Flanagan hat das Bett, den Hund und die Gestalt ins Bild gesetzt und Jessie eine Sichtbarkeit gegeben, die das Buch in der inneren Rede hält. King selbst hat den Roman neben Dolores und Sie kam zu den Stücken gezählt, in denen er Personal und Raum verknappt. Wer nach diesem Band über Ehe und Gewalt spricht, findet keine Moralpredigt, sondern eine Frau, die sich aus dem Metall und aus der Erinnerung arbeitet. Das Mondlicht lügt nicht; es zeigt nur zu wenig, bis die Akte auf dem Tisch liegt.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.