Das Opium der Intellektuellen
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Das Opium der Intellektuellen |
| Autor(en): | Raymond Aron |
| Originaltitel: | L’Opium des intellectuels |
| Originalsprache: | französisch |
| Erstveröffentlichung: | 1955 |
| Schlagwörter: | Marxismus, Intellektuelle, säkulare Religion, Liberalismus |
| Sachgebiete: | Sachbuch, Politik |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Calmann-Lévy |
| Erscheinungsort: | L’Opium des intellectuels |
| Umfang dieser Ausgabe: | 337 Seiten |
| ISBN: | 9782262022242 |
| Verweise | |
Das Opium der Intellektuellen ist die deutsche Bezeichnung der 1955 bei Calmann-Lévy in Paris erschienenen Untersuchung von Raymond Aron. Der Originaltitel lautet L’Opium des intellectuels. Das Buch hat der französischen Linken den Spiegel vorgehalten: der Marxismus als säkulare Religion, die das Unrecht dort entschuldigt, wo es den Fortschritt behauptet.
Inhalt
Aron beschreibt eine Gläubigkeit, die sich für Wissenschaft hält. Mythen der Linken – die Revolution, die unausweichliche Geschichte, das Proletariat als Erlöser – tragen eine Zunft, die das Unrecht der Sowjetunion milder misst als das Unrecht des Westens, weil das eine Zukunft sein soll und das andere nur Herrschaft. Opium ist hier nicht das der Völker, das Marx den Kirchen nachsagte; es ist das der Schreibenden, die die Gewalt heiligen, indem sie sie als Notwendigkeit lesen.
Gegen Jean-Paul Sartre setzt Aron die Nüchternheit des Vergleichs: Freiheit und Plan, Lager und Parlament, die offene Gesellschaft, die ihre Fehler nennen darf, und die geschlossene, die Fehler als Abweichung vom richtigen Weg verbucht. Das Buch ist liberal im französischen Sinn – Misstrauen gegen Heilsgeschichte, Verteidigung der pluralen Politik – und konservativ in der Wirkung, weil es einer Generation erlaubte, links zu denken, ohne die Lager zu heiligen. Der Kalte Krieg ist der Horizont, nicht die ganze These.
Aron schreibt als Soziologe und als Publizist, scharf gegen die eigene Zunft. Wer nur den Kalten Krieg kennt, unterschlägt die Analyse der säkularen Gläubigkeit, die älter ist als 1947 und jünger als Marx. Die Kritik hat ihn als Parteigänger Washingtons gelesen; er hat die Parteinahme nicht geleugnet und die Analyse trotzdem an Beispielen festgemacht, die eine Parteinahme nicht ersetzt. Genau darin bleibt das Buch lesbar, nachdem der Sowjetstaat verschwunden ist: als Lehre, wie Intellektuelle Unrecht sortieren.
Einordnung
In Konservative Werke des 20. Jahrhunderts steht die Untersuchung als Misstrauen gegen die Heilsgeschichte neben Strauss’ Naturrecht und Hayeks Weg. Poppers Die offene Gesellschaft und ihre Feinde ist der philosophische Verwandte, kein konservatives Buch im engen Sinn. Aron bleibt der französische Ton: der Streit mit Sartre, nicht der Streit mit Hegel allein.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
