Das Lächeln der Fortuna
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Das Lächeln der Fortuna |
| Autor(en): | Rebecca Gablé |
| Originaltitel: | Das Lächeln der Fortuna |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1997 |
| Schlagwörter: | England, Ritter, Pferd, Mittelalter |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Bastei Lübbe
|
| Umfang dieser Ausgabe: | 880 Seiten |
| ISBN: | 9783404139170 |
| Verweise | |
Das Lächeln der Fortuna ist der historische Roman von Rebecca Gablé, 1997 bei Lübbe erschienen, der Auftakt der Waringham-Saga. Ein enterbter Junge aus dem niederen englischen Adel des vierzehnten Jahrhunderts wird Pferdeknecht, Hochstapler, Ritter und schließlich Graf – nicht durch Magie, sondern durch Mut, Gönner und Glück. Gablé, zuvor unter anderem als Übersetzerin tätig, hat den Durchbruch mit diesem Band geschafft: ein breites Zeitgemälde zwischen Hundertjährigem Krieg, Bauernaufstand und den Plantagenets. Das Buch landete bei der ZDF-Aktion »Unsere Besten« auf Platz 77. Spätere Bände führen die Familie weiter; 2011 kam eine längere Fassung nach dem ursprünglichen Manuskript heraus.
Inhalt
Der zwölfjährige Robert of Waringham, genannt Robin, sitzt in der Klosterschule, als der Vater, des Hochverrats bezichtigt, angeblich Selbstmord begeht und die Familie den Besitz verliert. Robin flieht, kehrt nach Waringham zurück und arbeitet im Gestüt unter dem Stallmeister Conrad. Er hat ein ungewöhnliches Gespür für Pferde. Der neue Herr, Geoffrey Dermond, einst Freund des Vaters, will Robin zum Ritter machen und gerät darüber mit dem Sohn Mortimer in Streit, der den Eindringling schikaniert. Robin findet Halt bei der Schwester Agnes, dem Freund Isaac und später bei Mortimers Cousine Alice Perrers, der Geliebten König Edwards III. Er nimmt sich des taubstummen Findelkindes Leofric an und lehrt es lesen. Als Dermond stirbt und Robin Schwert und eine gefährliche Nähe zum Erbe hinterlässt, flieht er mit Leofric.
Unterwegs überwältigt Robin Mortimer, gibt ihn als flüchtigen Leibeigenen aus und reist mit dessen Depeschen zum Schwarzen Prinzen nach Frankreich. Er beweist Mut in Schlachten, verdirbt es sich mit dem Prinzen aus Ehrgefühl und tritt in den Dienst von John of Gaunt, Duke of Lancaster. Leofrics Unachtsamkeit verrät Robins Identität; Lancaster rettet ihn vor dem Galgen. Robin wird Ritter, erhält das heruntergekommene Gut Fernbrook im Norden, baut eine Pferdezucht auf und heiratet Joanna, die Tochter des Earl of Burton. Die Tochter Anne hat hellseherische Gaben, der Sohn Edward wird geboren. Robin kämpft erneut in Frankreich und Spanien, vertreibt den geldgierigen Schwager von Fernbrook, verliert die schwangere Joanna auf der Flucht nach einer zweiten Besetzung des Hofs und gewinnt Burton. Lancaster macht ihn zum Earl.
Robin liebt Blanche, Mortimers Frau; nach Mortimers Gang ins Exil heiraten sie. Robin adoptiert den Sohn der beiden. Nach der Thronbesteigung Henrys IV., den Robin als Jungen unterrichtet hat, verübt Mortimer einen Anschlag, wird des Hochverrats schuldig gesprochen und stirbt. Robin erhält Waringham zurück; Edward wird Earl of Burton. Dazwischen stehen der Aufstand von Wat Tyler, den Robin an Lancasters Seite überlebt, und der lange Atem einer Freundschaft zwischen einem unehelich wirkenden Knecht und dem mächtigsten Sohn Edwards III. Gablé flicht historische Figuren – Chaucer, Alice Perrers, die Percys – in die erfundene Familie, ohne den Roman zum Handbuch zu machen. Das Lächeln der Fortuna ist kein Zufall allein: Es ist die Gunst Lancasters, das Pferd, die List und die Weigerung, Knecht zu bleiben.
Einordnung
Gablé hat den deutschen Mittelalterroman der neunziger Jahre aus der Ritterromanze in eine Familiensaga gezogen, die über Generationen weitergeschrieben werden kann. Die Nachbarschaft zu Ken Folletts Die Säulen der Erde ist die Breite, das Baugerüst der Geschichte und die Lust an starken Frauen; Gablé ist englischer im Hof, im Gestüt, in der Treue zu einem Lehnsherrn. Historiker haben Ungenauigkeiten angemerkt; Leser haben die Länge und die Wärme gelobt. Die erweiterte Fassung von 2011 gibt Seiten zurück, die 1997 der Technik zum Opfer fielen, und macht aus einem ohnehin dicken Buch ein noch dickeres.
Die Reihe reicht über Die Hüter der Rose und weitere Bände bis in andere Jahrhunderte; Robin bleibt die Gründungsfigur. Wer Gablé nur als Verfasserin von Ritterstoffen kennt, findet hier auch den Bauernaufstand, die Pest der Intrige und ein Kind, das nicht hören kann und trotzdem der wichtigste Zeuge ist. Wer das Buch für bloße Flucht ins Kostüm hält, hat Mortimers Hass und Joannas Tod nicht gelesen. Die angegebene Lübbe-Taschenbuchausgabe ist die lange greifbare Fassung des Erstdrucks.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
