Dantons Tod
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Dantons Tod |
| Autor(en): | Georg Büchner |
| Originaltitel: | Dantons Tod |
| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 1835 |
| Schlagwörter: | Revolution, Terror, Guillotine, Tugend |
| Sachgebiete: | Drama |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
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| Umfang dieser Ausgabe: | 87 Seiten |
| ISBN: | 9783150060605 |
| Verweise | |
Dantons Tod ist das Drama von Georg Büchner, 1835 in fünf Wochen geschrieben und noch im selben Jahr gedruckt, 1902 in Berlin uraufgeführt. Zwei Wochen im Frühjahr 1794: Die Revolution richtet ihre Redner hin, und keiner der Überlebenden ist reiner als die Toten.
Inhalt
Georges Danton hat die Septembermorde mitzuverantworten und will jetzt Schluss machen mit dem Blut. Die Revolution, sagt er, soll essen, nicht töten; die Tugend des Robespierre nennt er eine Krankheit, die sich selbst für Moral hält. Um ihn herum spielen Julie, die Frau, und die Dirne Marion, deren Rede über die Natur jedes Pathos der Tugend blamiert: Der Leib will, was er will, und die Phrase deckt ihn zu. Camille Desmoulins schreibt noch, als wäre die Presse eine Waffe; Saint-Just rechnet die Geschichte in Köpfen. Büchner hat die Quellen – Thiers, die Prozessakten – nicht beschönigt: Danton ist müde, witzig, schuldig, kein Märtyrer der Milde.
Im Klub und im Wohlfahrtsausschuss siegt, wer die reinere Sprache hat. Robespierre lässt Danton, Camille, Lacroix verhaften; das Volk, das eben noch den Namen Danton rief, will das Schauspiel der Guillotine. Im Luxembourg reden die Gefangenen sich die Angst von der Zunge: Danton hört die Toten des Septembers, Camille zittert um Lucile, Philippeau sucht einen Sinn, den die Geschichte nicht liefert. Die Verhandlung vor dem Revolutionstribunal ist schon das Urteil. Danton schreit die Ankläger an, er habe sie gemacht, und merkt, dass genau das ihn töten wird – wer die Maschine gebaut hat, darf sie nicht anhalten.
Am Ende fahren sie zur Guillotine. Lucile Desmoulins folgt dem Wagen, verliert den Verstand und ruft, damit man sie hole, dem König die Gesundheit; so holt das Stück die Frau nach, die das Tribunal nicht vorgesehen hatte. Julie nimmt Gift, bevor der Mann fällt. Büchner gibt keiner Seite recht: Robespierres Tugend tötet, Dantons Lebenshunger hat zuerst getötet. Die Revolution frisst ihre Redner, und das Volk klatscht, weil Hunger und Angst keine andere Sprache haben. Wer hier einen Helden sucht, hat den Text nicht gelesen; wer nur den Terror meint, unterschlägt Marion, die sagt, was die Tugend nicht hören will.
Einordnung
Büchner hat das Revolutionsstück geschrieben, als er selbst vor der hessischen Polizei floh: nicht als Aufruf, als Ernüchterung. Gegen Schillers Die Räuber, die den Aufruhr noch als Freiheitsschrei ins Irrenhaus schicken, zeigt Dantons Tod den Aufruhr, der Staat geworden ist und nun die Freunde köpft. Neben dem Fragment Woyzeck ist dies das vollendete Stück desselben Autors – Blankvers und Wirtshausprosa, Historie und Leib, ohne dass eines das andere rettet. Die Bühne hat es lange nicht gewagt; das 20. Jahrhundert hat darin die Revolution erkannt, die ihre Kinder frisst, und oft vergessen, dass Büchner die Idee nicht preisgibt, nur die Reinheit derer, die sie vollstrecken. Wer nach 1835 den Terror als Tugend auftreten lässt, spielt hinter diesem Drama.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
