Burgers Tochter
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Burgers Tochter |
| Autor(en): | Nadine Gordimer |
| Originaltitel: | Burger's Daughter |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1979 |
| Schlagwörter: | Apartheid, Kommunismus, Tochter, Südafrika |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Fischer
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| Umfang dieser Ausgabe: | 368 Seiten |
| ISBN: | 9783596223459 |
| Verweise | |
Burgers Tochter ist der 1979 erschienene Roman von Nadine Gordimer über Rosa Burger, Kind eines weißen kommunistischen Arztes, der im Gefängnis der Apartheid stirbt. Die Tochter soll das Werk des Vaters fortsetzen und will zuerst nur ein Leben, das nicht die Fortsetzung einer Legende ist. Das Buch wurde in Südafrika verboten und hat Gordimer den Ruf der unbequemen Zeugin festgesetzt, bevor der Nobelpreis von 1991 kam. Die deutsche Übersetzung von Rüdiger Nehberg erschien bei Fischer. Gordimer schreibt aus Johannesburg, weiß, privilegiert und gegen die eigene Klasse; Rosa ist die Probe, ob Herkunft Pflicht ist.
Inhalt
Lionel Burger stirbt in der Haft, die Mutter ist schon tot, Rosa bleibt mit dem Namen, den die Bewegung kennt. Kindheit im Haus der offenen Tür: schwarze Genossen, Versammlungen, das Bewusstsein, dass Liebe politisch zu sein hat. Ein Ziehbruder, Baasie, verschwindet aus diesem Haus in ein anderes Schicksal. Rosa arbeitet in einem Krankenhaus, liebt, versucht, nicht die Tochter zu sein. Die Sicherheitspolizei bleibt in der Nähe. Gordimer wechselt die Nähe: Innere Rede, Bericht, die Stimme einer anderen Frau, die Rosa beobachtet. Das Land draußen: Soweto steht bevor, die Kinder auf der Straße, die weiße Linke, die merkt, dass die Geschichte sie nicht mehr als Eltern braucht.
Rosa geht nach Europa, zu Katya, der ersten Frau des Vaters, an die Côte d’Azur, in ein Leben aus Körper und Leichtigkeit, das Johannesburg nicht kennt. Der Name Burger folgt. In London trifft sie Baasie wieder, der ihr vorwirft, die weiße Heilige zu spielen, während schwarze Kinder sterben. Die Szene ist grausam und gerecht und ungerecht zugleich. Rosa kehrt zurück, nicht als Bekehrte zur Partei, sondern als jemand, der merkt, dass Flucht auch eine Politik ist, die anderen die Kosten überlässt. Sie nimmt die Arbeit in der Klinik wieder auf, gerät erneut in das Netz aus Haft und Zeugenschaft.
Der Roman schließt nicht mit dem Sieg. Er schließt mit Rosa, die in Südafrika bleibt, ohne die Gewissheit des Vaters. Die Tochter ist nicht die Wiederholung. Sie ist die Frage, was von der Pflicht bleibt, wenn die Legende stört. Gordimer hat den weißen Kommunisten nicht denunziert und nicht geheiligt. Lionel hat geheilt und geopfert und seine Kinder zu Eigentum der Sache gemacht. Wer nur die Heldin der Rückkehr sucht, unterschlägt die Côte d’Azur. Wer nur die Flucht meint, unterschlägt die Klinik.
Einordnung
Gordimer hat den politischen Roman der Apartheid auf die Tochter gestellt, nicht auf den Märtyrer. Neben Schande von J. M. Coetzee, das später die Nachzeit schrieb, steht Burgers Tochter als das Buch der noch geschlossenen Ordnung, in der die weiße Linke eine Rolle hat und sie verliert. Die feministische Lektüre hat Rosa beansprucht; das Buch ist härter, weil es die Tochter nicht aus der Geschichte entlässt. Wer nach 1979 über weiße Opposition in Südafrika spricht, spricht hinter diesem Band. Das Verbot hat es bestätigt; die spätere Freiheit hat es nicht überflüssig gemacht.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
