Beim Leben meiner Schwester
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Beim Leben meiner Schwester |
| Autor(en): | Jodi Picoult |
| Originaltitel: | My Sister's Keeper |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 2004 |
| Schlagwörter: | Schwestern, Krankheit, Prozess, Familie |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Piper
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| Umfang dieser Ausgabe: | 478 Seiten |
| ISBN: | 9783492247962 |
| Verweise | |
Beim Leben meiner Schwester ist der 2004 erschienene Roman von Jodi Picoult, im Original My Sister's Keeper. Die Familie Fitzgerald hat eine Tochter mit Leukämie und zeugt eine zweite, genetisch passende, die von Geburt an Blut, Mark und zuletzt eine Niere geben soll. Picoult hat aus der medizinischen Möglichkeit des Rettungsgeschwisterkindes – kurz vor dem Buch erstmals gelungen – ein ethisches Familiendrama gemacht, kein Zukunftsmärchen. Der Roman war ein Verkaufserfolg, in Deutschland lange auf der Spiegel-Bestsellerliste, und wurde 2009 verfilmt. Er stellt eine Frage, die das Recht nicht beruhigt: Wem gehört ein Kind, das man gemacht hat, damit ein anderes lebt.
Inhalt
Kate Fitzgerald erkrankt als Kleinkind an Leukämie. Die Eltern Sara und Brian – sie Anwältin, er Feuerwehrmann – lassen sich auf den Vorschlag eines Arztes ein: In-vitro-Befruchtung, Auswahl des Embryos, der der Schwester als Spenderin dienen kann. Anna kommt zur Welt, offiziell Andromeda, und spendet Stammzellen, später Knochenmark, in Eingriffen, die schmerzen und die Kindheit zerschneiden. Der ältere Bruder Jesse wird unsichtbar, weil er nicht nützt; er treibt in Brandstiftung und Wut. Die Eltern lieben beide Töchter und hassen, was sie Anna zumuten. Kate will leben und nicht um diesen Preis. Als Kate dreizehn ist und die Nieren versagen, soll Anna eine Niere geben. Anna, selbst dreizehn und nicht mündig, klagt auf medizinische Mündigkeit gegen die Eltern.
Anwalt Campbell Alexander übernimmt den Fall, mit einem Blindenhund, dessen Grund sich später erklärt; als Vormund wird Julia Romano bestellt, eine Jugendliebe Campbells. Der Prozess holt die Familie auf die Zeugenbank. Sara, die Kates Leben organisiert hat wie einen Feldzug, versteht Annas Weigerung als Verrat. Brian schwankt zwischen Beruf, der Tod bedeutet, und Haus, das denselben Tod nicht wahrhaben will. Es kommt heraus, dass Kate selbst Anna gebeten hat, nicht weiter zu spenden: Sie will der Schwester ein Leben lassen. Die Hassliebe der beiden ist der Kern, nicht das Labor. Anna gewinnt. Das Gericht spricht ihr das Recht zu, über ihren Körper zu entscheiden, weil man sie nie wirklich gefragt hat.
Auf der Fahrt nach Hause stirbt Anna bei einem Autounfall. Campbell, der die Vollmacht hat, willigt in die Organspende ein. Kate überlebt mit Annas Niere. Jahre später unterrichtet sie Tanz und denkt an die Schwester, wann immer zwei Mädchen lachen. Sie glaubt, eine von ihnen habe gehen müssen und Anna sei an ihrer Stelle gegangen. Picoult hat den Schluss nicht als Versöhnung geschrieben, sondern als die härteste Pointe der Prämisse: Das Gericht gibt Anna den Körper zurück, der Zufall nimmt ihn, und Kate lebt weiter mit der Schuld, gerettet worden zu sein. Der mythologische Name Andromeda ist gesetzt: Das Mädchen wird geopfert, damit andere leben; anders als in der Sage kommt kein Retter rechtzeitig.
Einordnung
Picoult schreibt Unterhaltung mit juristischer und medizinischer Recherche, in wechselnden Ich-Stimmen, die den Prozess als Chor erzählen. Das Verfahren ist nicht neu, die Zuspitzung ist es: Anna ist weder nur Opfer noch nur Heilige, Kate weder nur Tyrannin der Krankheit noch nur Märtyrerin. Die wissenschaftliche Tatsache – Rettungsgeschwister nach Präimplantationsdiagnostik – war 2004 frisch genug, um als Zumutung zu wirken, und alt genug, um keine Erfindung zu sein. Picoult hat die Idee an die Operationen ihres Sohnes gebunden: die Bereitschaft, „alles“ zu tun. Daraus folgt keine Entschuldigung der Eltern, sondern die Beschreibung einer Liebe, die zur Verwaltung des Körpers wird.
Nick Cassavetes' Film von 2009 mit Abigail Breslin, Sofia Vassilieva und Cameron Diaz hat den Schluss geändert: Kate stirbt, Anna lebt. Die Umkehrung macht aus dem Buch ein anderes Argument, weicher und für das Kino brauchbarer. Die Kritik hat Picoult oft als Erfolgsautorin abgetan; die Leserinnen haben die ethische Falle ernst genommen. Da Picoult lebt, steht das Werk hier ohne wörtliches Zitat. Piper hat die Übersetzung im Taschenbuch gehalten. Wer nach ihr über Kinder, die man füreinander macht, spricht, spricht hinter diesem Prozess: hinter einem Sieg vor Gericht, den der Unfall kassiert.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
