Autor:Sándor Márai
Sándor Márai (1900–1989), in Kassa geboren, damals Ungarn, hat der Freundschaft eine Nacht gegeben, in der einer spricht und der andere fast nur da ist. Die Glut von 1942 lässt auf einem Jagdschloss am Rand der Karpaten einen alten General auf den Mann warten, der vor einundvierzig Jahren nach einem Jagdtag verschwand.
Leben
Bürgerhaus, Frankfurt, Paris, Berlin, die Zeitungen, Budapest: Der Umweg ist 1948. Márai verließ Ungarn, als die kommunistische Macht das Bürgerliche, das er verteidigt hatte, für erledigt erklärte; Italien, die Vereinigten Staaten, San Diego. Er schrieb weiter ungarisch, für ein Publikum, das ihn zu Hause tilgte. 1989, kurz vor dem Umbruch, den er nicht mehr abwarten wollte, nahm er sich das Leben.
Wirkung
Márai hat aus Wiedersehen, Ehebruch und einem nicht abgegebenen Schuss eine Form gemacht, in der das Gespräch die Handlung ist. Die Kerzen brennen bis zum Stumpf; der deutsche Titel folgt der Glut der französischen Ausgabe und dem Piper-Erfolg von 1999 in der Übersetzung von Christina Viragh. Das schmale Buch hat ihn nachträglich zum europäischen Klassiker der Kränkung gemacht, während das übrige Werk – Tagebücher, die Bekenntnisse des Bürgers – langsamer nachkam. Er schrieb gegen die Masse und für eine Haltung, die 1948 keine Adresse mehr hatte.
Die Wiederentdeckung nach 1989 hat Die Glut zum Eingangstor gemacht und vieles andere im Schatten gelassen. Wer Márai nur als Autor einer Schlossnacht nimmt, unterschlägt den Emigranten, der Ungarn auf Ungarisch weiterdachte. Wer nur den Antikommunisten rettet, unterschlägt den Erzähler, der Verrat als Tonfall kennt, nicht als Traktat. Das Buch ist enger als die Biographie: Es zeigt zwei Männer und eine Frau, die zwischen ihnen nicht mehr vorkommt und trotzdem die Nacht regiert.
Werke
- Die Glut (1942)
In Auswahl außerdem: Bekenntnisse eines Bürgers, Die Nacht vor der Scheidung, Land, Land!.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.