Autor:Murasaki Shikibu

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Murasaki Shikibu (um 973–um 1014) schrieb am Kaiserhof zu Heiankyō und hat den Roman erfunden, Jahrhunderte bevor Europa ihn kannte. Die Geschichte vom Prinzen Genji gilt als das erste psychologische Großwerk der Weltliteratur.

Leben

Hofdame im Dienst der Kaiserin Shōshi, Witwe, Name unsicher: Shikibu ist ein Amt, Murasaki eine Figur aus dem eigenen Buch. Der Umweg war der Hof selbst – Feste, Gedichte, Rangstreit, die Frauen hinter den Wandschirmen –, den sie so genau kannte, dass er Ideal und Gefängnis zugleich wurde. Um 1008 war das Genji monogatari im Wesentlichen vollendet. Über ihr Ende weiß man wenig; was bleibt, ist der Roman.

Wirkung

In Japan ist das Buch kanonisch wie in Europa die Odyssee: kommentiert, gemalt, parodiert, in jeder Epoche neu gelesen. Arthur Waley hat es dem Westen in den zwanziger Jahren geöffnet, Oscar Benl dem Deutschen. Wer eine Erfindung des europäischen 19. Jahrhunderts für den Roman hält, wird hier eines Besseren belehrt.

Das Werk verlangt Zeit, und es lohnt sie, weil es nicht das Abenteuer eines Helden erzählt, sondern wie eine Welt vergeht. Die niederen Stände kommen kaum vor; was Murasaki zeichnet, ist Liebe als System aus Rang, Jahreszeit und Gedichtzeile – das an denselben Eifersüchten scheitert wie anderswo. Gelesen wird oft nur der leuchtende Prinz. Die letzten Bücher in Uji sind dunkler und gehören dazu.

Werke

In Auswahl außerdem: Das Tagebuch der Murasaki Shikibu.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.