Autor:Marlen Haushofer

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Marlen Haushofer (1920–1970), in Frauenstein in Oberösterreich geboren, hat die Isolation so genau erzählt, dass sie keiner Deutung mehr bedarf. Die Wand ist der Bericht einer Frau, die hinter einer unsichtbaren Grenze überlebt – und schreibt, damit sie nicht wahnsinnig wird.

Leben

Tochter aus dem Salzkammergut, Heirat mit einem Zahnarzt in Steyr, Kinder, die Provinz als Alltag, nicht als Motiv. Der Umweg war diese Enge: Haushofer schrieb, während das Leben nach außen bürgerlich blieb, und blieb zu Lebzeiten am Rand. Die Wand erschien 1963; sieben Jahre später starb sie in Wien an Knochenkrebs. Die große Leserschaft kam danach.

Wirkung

Neben Franz Kafkas Die Verwandlung steht der Roman als Prosa einer Lage, die sich nicht erklären lässt. Die Wand tritt auf, niemand deutet sie; was folgt, ist Melken, Holzhacken, der Hund, das Heft. Feministische und ökologische Lektüren haben sich an den Text gehängt; er trägt sie, weil er zuerst von der Arbeit handelt.

Die Wiederentdeckung der achtziger Jahre und die Verfilmung von 2012 haben aus dem Randbuch ein vielgelesenes Buch der Abgeschiedenheit gemacht. Gelesen wird es oft als Gleichnis – auf das Atomzeitalter, auf das Frau-Sein, auf die Natur. Die Erzählerin füttert eine Kuh. Das genügt, und es ist mehr als das Gleichnis.

Werke

In Auswahl außerdem: Wir töten Stella, Die Tapetentür, Himmel, der nirgendwo endet.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.