Autor:Marcel Proust
Marcel Proust (1871–1922) schrieb auf Französisch in Paris und hat der Erinnerung eine Form gegeben, die das willentliche Zurückrufen übersteigt. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit ist der Roman, in dem ein Geschmack die Kindheit zurückholt und ein Leben zum Buch wird.
Leben
Sohn eines Arztes und einer jüdischen Mutter aus dem Großbürgertum, früh in den Salons, früh krank. Nach dem Tod der Mutter zog er sich in ein mit Kork ausgekleidetes Zimmer zurück; das Asthma erzwang die Abgeschiedenheit, die er zum Erkenntnisvorteil erklärte. Den ersten Band zahlte er 1913 selbst; der Prix Goncourt von 1919 für den zweiten machte ihn bekannt. Etwa die Hälfte des Zyklus erschien nach seinem Tod. Er starb in Paris, am Werk, das er im letzten Band erst zu schreiben beschließt.
Wirkung
Proust hat den Gesellschaftsroman der Salons mit einer Theorie der Zeit verbunden, die nicht abhandelt, sondern erzählt. Die unwillkürliche Erinnerung, die Eifersucht als Überwachung, der Adel als Snobismus: Das 20. Jahrhundert hat daraus Psychologie und Methode gemacht. Der Satzbau unterwirft alles einer Stimme; wer mitliest, lernt eine Dauer, die der Kalender nicht kennt.
Der Zyklus ist Weltname und ungelesen berühmt. Verkürzungen, Verfilmungen, das Gebäck als Wahrzeichen haben ihn zum Zitat gemacht. Die Bücher sind unbequemer: Sie zeigen, wie man eine Person liebt, die es außerhalb der Vorstellung so nie gab – und dass nur das Kunstwerk die verlorene Zeit festhält.
Werke
In Auswahl außerdem: Freuden und Tage, Gegen Sainte-Beuve, Jean Santeuil.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.