Autor:Lauren Berlant

Lauren Berlant (1957–2021), in den Vereinigten Staaten geboren, hat Hoffnung als Falle gelesen: man bleibt bei dem, was einen beschädigt, weil es die Form eines guten Lebens verspricht. Cruel Optimism ist das Buch dieser Diagnose.

Leben

Literaturwissenschaft, Chicago, die lange Arbeit über Intimität, Nation, Genre. Der Umweg über das Melodrama erklärt das Werk: Wer gesehen hat, wie das Gewöhnliche festhält, schreibt keine große Krise, sondern das Klebrige des Alltags. Berlant starb 2021. Die Prosa blieb dicht, die Begriffe wurden zu Losungsworten.

Wirkung

Grausamer Optimismus: die Bindung an Fantasien – Aufstieg, Paar, Nation –, die die Bedingungen des eigenen Scheiterns sind. Berlant hat der Affekttheorie das Spätkapitalistische gegeben, ohne Statistik. Seminare der Literatur- und Kulturwissenschaft haben 2011 zum Kanonjahr gemacht.

Die Kritik nannte das zu amerikanisch, zu wenig Klasse im alten Sinn. Wer Berlant nur als Stimmungsautorin liest, unterschlägt die Gattungstheorie. Wer nur Judith Butler kennt, unterschlägt, dass hier das Leben im Immergleichen hängt, nicht nur in der Norm.

Werke

In Auswahl außerdem: The Female Complaint, The Queen of America Goes to Washington City.

Ideen

Affekt (wichtig) · Prekarität (wichtig)

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.