Heinz Strunk (geboren 1962), in Hamburg geboren, hat der norddeutschen Peinlichkeit und dem Mord auf St. Pauli denselben Ton gegeben: genau, komisch, ohne Schonung. Fleisch ist mein Gemüse schickt eine Tanzkapelle durchs Umland; Der goldene Handschuh holt den Mörder Fritz Honka in die Literatur, ohne ihn zu adeln.
Leben
Als Mathias Halfpape in Harburg aufgewachsen, Saxophon und Querflöte in der Kapelle Tiffanys, Alkohol, die kleine Bühne. Der Umweg war genau dieses Landjugendleben mit Musik, aus dem 2004 der erste Roman wurde, nachdem eine Fernsehlesung das Buch aus der Nische hob. Mit Studio Braun die grobe Hamburger Komik, dann die Kehre zum Tatsachenroman über Honka, Akten und Kneipe. Er lebt in Hamburg und schreibt weiter an der Stadt, die Suff und Elbchaussee nebeneinander gewähren lässt.
Wirkung
Strunk hat die Scham nicht als Thema neben die Komik gestellt, sondern als ihren Stoff. Der Harburger, der auf die Dreißig zugeht und auf Dorffesten bläst, ist keine Witzfigur, die man von außen betrachtet; die Peinlichkeit der Wohnung und der Bühne haben denselben Satzbau. Im Goldenen Handschuh steht Honka in der Kneipe am Hamburger Berg, und eine erfundene Reederfamilie auf der Elbchaussee trägt denselben Hass in anderem Porzellan. Das ist keine Anklage mit Zeigefinger, sondern eine Studie des Suffs, der Demütigung und einer Stadt, die beides kennt.
Die Fernsehbekanntheit hat ihn zum Kabarettisten festgelegt; der Wilhelm-Raabe-Preis für Honka hat die Festlegung durchbrochen, ohne sie zu tilgen. Verfilmungen von Fatih Akin und anderen haben die Gesichter gesetzt. Wer nur den Witz der Kapelle will, hat die Leichen im Handschuh nicht gesehen. Wer nur den Mörder will, unterschlägt, dass Strunk zuerst gelernt hat, die eigene Lächerlichkeit genau zu erzählen. Beide Bücher gehören zusammen: dasselbe Hamburg, verschiedene Stockwerke.
Werke
- Der goldene Handschuh (2016)
- Fleisch ist mein Gemüse (2004)
In Auswahl außerdem: Jupiter, Junge.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.