Franco Moretti (geb. 1950), in Italien geboren, hat das Lesen von der nahen Seite auf die Ferne umgestellt: Muster, die kein einzelnes Buch zeigt. Distant Reading sammelt die Essays, in denen die Weltliteratur zur Datenfrage wurde.
Leben
Komparatistik, die Vereinigten Staaten, Stanford, das Literary Lab. Der Umweg über den Kanon erklärt das Werk: Wer gesehen hat, dass die gelesenen Klassiker ein Bruchteil des Gedruckten sind, sucht andere Augen. Moretti lehrte in Kalifornien. Die Prosa bleibt essayistisch, auch wo Grafiken sprechen.
Wirkung
Fernes Lesen: nicht gegen die genaue Lektüre, sondern gegen die Illusion, der Kanon sei die Literatur. Moretti hat Evolution, Weltmarkt, die Form als Kompromiss zwischen Zentrum und Peripherie in die Literaturwissenschaft geschrieben. Die digitale Literaturwissenschaft hat ihn zum Ahnen gemacht, oft ohne den Marxisten.
Die Kritik nannte das Positivismus, Amerikanisierung, den Verrat an der Interpretation. Wer Moretti nur als Datenmensch liest, unterschlägt The Way of the World. Wer nur Pascale Casanova kennt, unterschlägt, dass hier die Karte die Hauptstadt ersetzt.
Werke
- Distant Reading (2013)
In Auswahl außerdem: The Way of the World, Graphs, Maps, Trees.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.