David Benatar (geb. 1966), in Südafrika geboren und lange in Kapstadt lehrend, hat der Ethik den schärfsten akademischen Satz gegen die Zeugung gegeben. Besser nie gewesen behauptet: Ins-Dasein-Kommen ist stets ein Schaden; Kinder zu haben deshalb moralisch falsch. Antinatalismus nennt er das, Nachkommenlosigkeit als Gebot, nicht als Geschmack.
Leben
Philosophie an der Universität Kapstadt, Ethik, Medizinethik, Metaphysik; er ist dort emeritiert. Der Umweg ist eine Asymmetrie, die er schon 1997 in einem Aufsatz setzte und 2006 zum Buch weitete: Die Abwesenheit von Leid ist auch dann gut, wenn niemand sie erlebt; die Abwesenheit von Freude ist nur schlecht, wenn jemand da ist, dem sie fehlt. Wer niemanden zeugt, erspart Leid, ohne einem Existierenden Freude vorzuenthalten. Er schreibt kühl, wiederholt, ohne Trost, und versteht sich als Menschenfreund, nicht als Menschenhasser. Eine deutsche Übertragung des Hauptwerks fehlt.
Wirkung
Benatar hat den älteren Pessimismus, von Arthur Schopenhauer her, in eine Verbotsformel übersetzt. Menschen unterschätzen das Leid, weil die Evolution ihnen Verzerrungen eingebaut hat; subjektive Zufriedenheit beweist den Wert des Daseins nicht. Schon Lebende zu töten, folgt daraus nicht: Wer da ist, hat Interessen. Das Ziel der Nachkommenlosigkeit wäre eine Erde ohne Menschen; das Leid der Tiere bliebe.
Die praktische Philosophie hat das Argument widerlegen oder ertragen müssen, nicht als Marotte abtun. Gegner halten Freude auch ohne Träger für wertvoll oder die Fortsetzung der Menschheit für Pflicht. Die öffentliche Rede hörte Hass auf Kinder, wo der Text eine Pflicht lehrt, niemanden zu holen. Wer Benatar nur als Kuriosum der Netzdebatte nimmt, unterschlägt die Strenge der Tabelle. Wer ihn nur als Logiker rettet, unterschlägt, dass die Folgerung das Aussterben meint. Lesen heißt die Asymmetrie prüfen.
Werke
- Besser nie gewesen (2006)
In Auswahl außerdem: The Human Predicament.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.