Antigone
| Das Werk | |
|---|---|
| Deutscher Titel: | Antigone |
| Autor(en): | Sophokles |
| Originaltitel: | Ἀντιγόνη |
| Originalsprache: | altgriechisch |
| Erstveröffentlichung: | 442 v. Chr. |
| Schlagwörter: | Begräbnis, Gesetz, Theben, Schwester |
| Sachgebiete: | Drama |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Reclam
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| Umfang dieser Ausgabe: | 72 Seiten |
| ISBN: | 9783150190753 |
| Verweise | |
Antigone ist die 442 v. Chr. aufgeführte Tragödie von Sophokles. Nach dem Bruderkrieg um Theben verbietet Kreon die Bestattung des Polyneikes; Antigone bestattet ihn trotzdem. Das Stück ist älter als König Ödipus und spielt später im selben Haus.
Inhalt
Die Brüder Eteokles und Polyneikes haben einander getötet. Kreon, nun Herr der Stadt, ehrt den Verteidiger und lässt den Angreifer unbegraben: Wer gegen Theben zog, soll den Vögeln gehören. Antigone sagt der Schwester Ismene, sie werde das Verbot brechen; Ismene wagt es nicht. Schon im Prolog stehen zwei Rechte: das der Toten, das keine Stadt aufheben kann, und das der Stadt, die nach einem Krieg Ordnung braucht. Antigone handelt allein. Eine Wache findet die dünne Erdschicht über der Leiche und fürchtet Kreon mehr als die Tote.
Vor Kreon leugnet Antigone nichts. Die ungeschriebenen Gesetze der Götter wögen schwerer als der Erlass eines Mannes; sie sei geboren, mitzulieben, nicht mitzuhassen. Kreon hört Aufruhr, nicht Frömmigkeit: eine Frau, die den Thron belehrt, und einen Sohn, Haimon, der sie heiraten will und den Vater warnt, die Stadt murmle gegen das Urteil. Kreon bleibt. Antigone wird lebendig in ein Felsengrab gesperrt, als wäre die Stadt damit rein. Der Chor singt von Hybris und von der Macht, die den Menschen erhebt und stürzt. Teiresias kommt spät: Die Opfer nehmen die Götter nicht an, solange der Tote unbestattet und die Lebende lebendig begraben liegt. Kreon gibt nach, in der falschen Reihenfolge.
Zuerst soll Polyneikes Bestattung erhalten, dann Antigone befreit werden. Im Grab hat sie sich erhängt. Haimon findet sie, stürzt sich in das Schwert vor dem Vater. Im Palast tötet sich Eurydike, Kreons Frau, als sie den Sohn erfährt. Kreon bleibt mit den Leichen und der Einsicht, die nichts mehr wendet. Das Stück verteilt die Schuld nicht säuberlich: Antigone ist starr und groß; Kreon ist der Staat, der eine Leiche zum Exempel macht und drei Tote dafür einhandelt. Ismene überlebt, wie die Überlebenden oft überleben – ohne Rechtfertigung.
Einordnung
Sophokles hat den Streit zwischen Stadt und Götterrecht nicht entschieden, sondern beide Positionen ernst genommen und beide begraben. Hegel las hier die Kollision zweier sittlicher Mächte; die Neuzeit hat Antigone oft zur Widerständlerin gegen die Tyrannis gemacht und Kreon zum bloßen Gewaltmann. Das Stück trägt beides und widerspricht beidem, weil Kreon nicht von Anfang an Unrecht will und Antigone nicht nur die Menschlichkeit redet, sondern die Schwesterpflicht. Neben König Ödipus und Die Räuber steht Antigone als das Drama, in dem ein Hausgesetz das Staatsgesetz bricht und beide das Haus verlieren. Nathan der Weise löst den Glaubensstreit durch Verwandtschaft; hier löst Verwandtschaft nichts.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
