Alles Licht, das wir nicht sehen

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Daten zum Buch
Deutscher Titel: Alles Licht, das wir nicht sehen
Autor(en): Anthony Doerr
Herausgeber:
Erscheinungsort:
Verlag: btb
Serie:
Erscheinungsjahr: 2014
Seitenanzahl: 528 Seiten
Originaltitel: All the Light We Cannot See
Originalsprache: englisch
ISBN-10: 3442749859
ISBN-13/

EAN-Code:

9783442749850
Schlagwörter: Saint-Malo, Blindheit, Radio, Krieg
Sachgebiete: Roman
Rezensionen
Umschlag

Alles Licht, das wir nicht sehen ist ein Roman von Anthony Doerr, 2014 auf Englisch erschienen, deutsch im selben Jahr bei C. H. Beck, als Taschenbuch bei btb in der Übersetzung von Werner Löcher-Lawrence. Eine blinde Pariserin und ein deutscher Waisenjunge, der Geräte hört, bewegen sich durch den Zweiten Weltkrieg aufeinander zu, bis ihre Wege in der belagerten Stadt Saint-Malo für Stunden zusammenfallen. Doerr erzählt in kurzen Kapiteln, die zwischen den Kindern und den Jahren springen; 2015 erhielt der Band den Pulitzerpreis für Belletristik. Eine Fernsehfassung hat den Stoff später verbreitet, ohne die Ruhe der Sätze zu ersetzen.

Inhalt

Marie-Laure LeBlanc erblindet als Kind in Paris; der Vater Daniel, Schlosser am Muséum national d’histoire naturelle, baut ihr die Stadt als Modell, damit sie die Straßen mit den Fingern lernen kann. Im Museum liegt der Fluchstein Meeresglut, ein Diamant, den die Deutschen suchen werden. Als Paris fällt, fliehen Vater und Tochter nach Saint-Malo zum Urgroßonkel Etienne, der seit dem ersten Krieg die Wohnung kaum verlässt und doch einen Sender im Haus hat. Daniel wird auf der Rückreise nach Paris festgenommen und verschwindet. Marie-Laure bleibt, tappt durch die Modellstadt der Mauern, liest Jules Verne in Blindenschrift, und die Haushälterin Madame Manec trägt Essen zu den Verfolgten, bis sie stirbt. Etienne beginnt, Zahlen und Verse zu senden.

Werner Pfennig wächst mit der Schwester Jutta im Waisenhaus des Ruhrgebiets auf, bei Frau Elena, und repariert ein Radio, das eine französische Stimme trägt: Offenheit, Wissenschaft, kein Hass. Die Begabung bringt ihn auf die Napola, zu Ausbildern, die das Hören zur Waffe machen. Werner spürt Partisanensender auf; ein Mitschüler zerbricht an der Schule, Werner gehorcht weiter. Seine Einheit jagt in Frankreich das Signal, das aus Saint-Malo kommt. Der Edelsteinkenner von Rumpel, krank und gierig, durchsucht das Museum und die Häuser der Stadt nach der Meeresglut, die Daniel in einem Miniaturhaus versteckt hat. Die Alliierten bombardieren Saint-Malo; Werner sitzt im Keller, Marie-Laure im Dach, der Diamant in der Modellstadt.

Werner hört das Mädchen lesen und steigt zu ihr. Er tötet nicht, führt sie aus den Trümmern, lässt den Stein im Meer, wo er niemandem mehr gehört. Werner gerät in Gefangenschaft und stirbt; Jutta erfährt spät, wen er gehört hat. Marie-Laure wird alt in Paris, eine Wissenschaftlerin, und das Licht, das niemand sieht, bleibt das Radio, die geprägte Seite, die Wellen zwischen den Häusern. Doerr schließt nicht mit dem Sieg, sondern mit der Erinnerung, dass zwei Kinder denselben Äther geteilt haben, bevor die Stadt brannte.

Einordnung

Doerr hat den Kriegsroman auf das Hören und Tasten gelegt, nicht auf die Schlachtordnung. Die kurzen Kapitel erzeugen Atem, ohne die Gravur der Details zu opfern: Schnecken, Drähte, der Geruch von Salz. Amerikanische und deutsche Stimmen lobten die Genauigkeit und warnten vor der Glätte, die aus dem Entsetzen Schönheit macht. Der Pulitzerpreis hat den Band zum Schul- und Buchhandelsereignis gemacht. Die Fernsehfolge von 2023 hat Gesichter geliefert und die innere Stimme gekürzt.

btb hält den Text als Taschenbuch. Gegen den großen Realismus des Landserbuchs steht hier die Technik als Zwiesprache: dasselbe Radio kann Lehre und Todesurteil sein. Wer nach 2014 den Krieg vom Dach Saint-Malos erzählt, hat dieses Licht im Ohr; wer das Buch für eine bloße Begegnung zweier Kinder hält, hat von Rumpels Hände und Werners Gehorsam nicht gewogen. Die Meeresglut versinkt; was bleibt, sind die Wellen, die niemand sieht und jeder hört.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.