Adas Raum
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | Adas Raum |
| Autor(en): | Sharon Dodua Otoo
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| Originalsprache: | deutsch |
| Erstveröffentlichung: | 2021 |
| Schlagwörter: | Zeit, Rassismus, Weiblichkeit, Wiederkehr |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | S. Fischer
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| Umfang dieser Ausgabe: | 320 Seiten |
| ISBN: | 9783103973150 |
| Verweise | |
Adas Raum erschien 2021 bei S. Fischer. Sharon Dodua Otoo lässt eine Figur durch Jahrhunderte gehen: von einer Frau am Hof der Ashanti über die britische Kolonie, ein deutsches Lager, die DDR bis in ein Berliner Kreißsaal der Gegenwart. Der Roman ist Wiederkehr als Form, nicht Fantasy als Ausflucht – Geschichte, die sich in Körpern staut.
Inhalt
Ada stirbt und beginnt. Jede Zeit hat andere Herren, dieselben Blicke auf Haut und Gebärfähigkeit. Kolonialbeamte, Nazis, Genossen, Ärzte: Der Raum, den Ada braucht, wird ihr genommen, vermessen, verwaltet. Dazwischen ein allwissendes Wir, das Dinge spricht – ein Reis, ein Gegenstand –, und der Witz, der die Schwere nicht leugnet. Der Ton ist leicht, wo die Lage schwer ist, eine Entscheidung gegen das Pathos, das Opfer heiligt.
Deutschland erscheint nicht als Ziel der Erzählung, sondern als eine der Stationen, in denen Rassismus Verwaltung wird. Unsicher bleibt, ob die Wiederkehr Erklärung oder Trost ist. Otoo hält an der Wanderung fest, weil eine einzige Epoche die Dauer unterschlüge. Die Stärke ist die Erfindung, Geschichte zu verdichten, ohne Schule zu halten. Die Schwäche, die Kritik nannte, ist die Gefahr, aus Wiederkehr ein Gesetz zu machen, das Täter entlastet, weil es immer so war.
Wer nur Magischen Realismus sucht, findet Verwaltung. Wer nur Theorie sucht, findet eine Kreißsaalgeschichte. Der Ingeborg-Bachmann-Preis von 2016 galt einer Erzählung; der Roman weitet das Verfahren auf Jahrhunderte.
Einordnung
Neben Aydemir und Sanyal steht Otoo als die, die Zeit nicht als Linie der Integration erzählt, sondern als Wiederkehr von Raumnot. Wer nach 2021 über Kolonialität in Deutschland spricht, ohne nur Humboldt-Forum zu meinen, trifft oft diese Ada. Roman heißt hier: der Körper als Archiv, ohne das Archiv zur Allegorie zu machen, die niemand mehr spürt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.
