About a Boy
| Das Werk | |
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| Deutscher Titel: | About a Boy |
| Autor(en): | Nick Hornby |
| Originaltitel: | About a Boy |
| Originalsprache: | englisch |
| Erstveröffentlichung: | 1998 |
| Schlagwörter: | London, Freundschaft, Mutter, Einsamkeit |
| Sachgebiete: | Roman |
| Greifbare Ausgabe | |
| Verlag: | Kiepenheuer & Witsch
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| Umfang dieser Ausgabe: | 352 Seiten |
| ISBN: | 9783462043075 |
| Verweise | |
About a Boy ist der 1998 erschienene Roman von Nick Hornby, deutsch bei Kiepenheuer und Witsch, übersetzt von Clara Drechsler und Harald Hellmann. Der Titel zitiert das Lied About a Girl von Nirvana und meint den zwölfjährigen Marcus ebenso wie den sechsunddreißigjährigen Will, der sich für erwachsen hält und es nicht ist. Hornby erzählt London aus zwei Stimmen: der Junge, dessen Mutter weint und dessen Mitschüler ihn hänseln, und der Mann, der von den Tantiemen eines Weihnachtslieds lebt und Alleinerziehende aufsucht, weil sie gut aussehen. Das Buch wurde Hornbys erfolgreichster Roman und 2002 von Chris und Paul Weitz mit Hugh Grant verfilmt.
Inhalt
Will Freeman hat keine Arbeit, keine Kinder, keine Bindung, die über den Abend hinausreicht. Sein Vater schrieb 1938 Santa's Super Sleigh; vierzigtausend Pfund im Jahr machen Will zum Fachmann des Nichtstuns. Er schleicht sich in eine Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende, erfindet einen Sohn, um Frauen kennenzulernen, und trifft dabei Marcus, der mit der Mutter Fiona nach London gezogen ist. Marcus trägt die falsche Kleidung, hört die falsche Musik, wird in der Schule gejagt und hat zu Hause Angst, dass Fiona sich umbringt; sie hat es versucht. Will will den Jungen loswerden und wird ihn nicht los. Er kauft ihm Kleidung, erklärt ihm, was andere für zeitgemäß halten, und merkt, dass er selbst zu alt für genau diese Zeitgemäßheit geworden ist. Marcus kommt öfter; Will, der Inseln ohne Bindung leben wollte, hat plötzlich einen Jungen in der Wohnung.
Fiona bleibt zerbrechlich, Will verstrickt sich, gegen den Vorsatz, in Schule, Küche, Anrufe. Die Bekanntschaft hilft ihm später bei Rachel, die er ernst nehmen will; der Junge, den er nicht wollte, macht ihn für eine Frau sichtbar, die Kinder hat. Marcus lernt in der Schule Ellie kennen, die Kurt Cobain verehrt. Am Tag nach Cobains Tod fahren die beiden nach Cambridge zu Marcus’ Vater Clive. Ellie weiß vom Tod des Sängers, trinkt im Zug, steigt aus, wirft eine Scheibe ein, hinter der ein Pappaufsteller Cobains Profit aus dem Tod zu ziehen scheint. Auf der Wache holen Will, Fiona und Ellies Mutter das Mädchen ab; Marcus spricht sich mit Clive aus und begreift, dass er den Vater nicht braucht, solange es Menschen wie Will gibt, mit denen man Angst aussprechen kann.
Am Ende ist Marcus in der Schule weniger die Zielscheibe, Fiona weniger gefährdet, Will bereit, mit Rachel zu bleiben und die alte Lehre vom unverbundenen Leben aufzugeben. Hornby verteilt das Gewicht gerecht: Marcus wird nicht der Junge, den die Peiniger gelten ließen, er findet einen Kreis, der trägt; Will wird nicht zum Vaterersatz aus dem Lehrbuch, er bleibt bequem und lernt trotzdem, dass Bequemlichkeit andere kosten kann. Die Kapitel wechseln die Nähe, der Witz sitzt auf der Angst, nicht auf ihr. Cobains Tod ist kein Schmuck der Jugendkultur, sondern der Tag, an dem ein Mädchen eine Scheibe einschlägt, weil Trauer zur Ware wird.
Einordnung
Hornby hat nach High Fidelity den Roman geschrieben, der ihn über die Plattenläden hinaus bekannt machte: London, Popularmusik, Männer, die nicht erwachsen werden wollen, und die Frauen und Kinder, die darunter leben. Der Titel hält die Doppelung fest; wer nur den Jungen liest, verpasst Wills härtere Lehre. Gegen den britischen Gesellschaftsroman der neunziger Jahre, der oft schärfer Stand und Geld schnitt, hält Hornby die Mittelschicht und den Witz, ohne die Schwermut der Mutter zu verharmlosen. Selbstmordgefährdung, Hänselei, die Lüge vom erfundenen Kind: Das Buch ist leichter im Ton als im Stoff.
Der Film von 2002 mit Hugh Grant, Nicholas Hoult, Toni Collette und Rachel Weisz hat Will jünger und glatter gemacht und das versöhnliche Schlussbild verstärkt; die Serie von 2014/15 verlängerte den Stoff ins Fernsehen. Das Buch bleibt genauer in Fionas Zerbrechlichkeit und in Ellies Wut. Kiepenheuer und Witsch hält die deutsche Ausgabe. Wer nach Hornby über unechte Vaterschaft und echte Freundschaft in einer Stadt spricht, in der niemand Zeit hat, spricht hinter diesem Will, der den Jungen erst abwimmeln will und dann die Insel verlässt.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.
