A Choice of Weapons

Gordon Parks · 1966 · Sachbuch, Kunstgeschichte


Das Werk
Deutscher Titel: A Choice of Weapons
Autor(en): Gordon Parks
Originaltitel: A Choice of Weapons
Originalsprache: englisch
Erstveröffentlichung: 1966
Schlagwörter: Fotografie, Rassismus, Armut, Waffe
Sachgebiete: Sachbuch, Kunstgeschichte
Greifbare Ausgabe
Verlag: Harper & Row


Umfang dieser Ausgabe: 274 Seiten
ISBN: 9780873517690
Verweise


A Choice of Weapons ist die 1966 erschienene Autobiographie von Gordon Parks. Eine frühe deutsche Ausgabe ist unter dem Titel Trotz ungleicher Chancen bezeugt; der Band wirkt unter dem englischen Namen, den Parks zum Programm machte. Er erzählt, wie er aus Armut und rassistischer Ausgrenzung zur Fotografie fand und die Kamera bewusst als Waffe gegen Armut, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit einsetzte.

Inhalt

Parks schreibt gegen das Wunderkind und gegen die Demut. Kansas, der Tod der Mutter, St. Paul, obdachlos, hungrig, die Gelegenheitsarbeit, die Kamera, die er sich nahm, weil andere Waffen ihn umgebracht hätten: das Buch macht aus der Herkunft ein Argument. Parks sah, dass der Apparat gegen denselben Rassismus arbeiten konnte, der ihn von Schulen, Zügen und Anstellungen ausschloss. Harlem, die Farm Security Administration, Life als erster Schwarzer in der Photoredaktion, die schwarze amerikanische Mitte, die er nicht als Problem, sondern als Leben zeigte – das ist nicht Aufstieg, das ist Wahl der Waffe. Der Titel ist wörtlich gemeint.

Gegen Riis’ weiße Reform setzt Parks den Mann, der fotografiert, ohne dass die andere Hälfte ihn als Besucher braucht. Gegen Capas Krieg in der Ferne setzt er den Krieg im eigenen Land, der Gesetz, Blick und Lohn ist. Die Prosa ist knapp, erzählend, ohne Soziologenton. Parks wird später Filme drehen, komponieren, Romane schreiben; dieses Buch bleibt die Begründung. Die Kamera ist nicht Beruf. Sie ist das Mittel, das übrig bleibt, wenn Gewalt, Flucht und Verzweiflung die anderen Mittel verbraucht haben.

Unsicher wird das Buch, wo der Selbstentwurf den Zweifel an der Waffe zu schnell schließt und wo Life als Bühne der Gerechtigkeit erscheint, die sie nur manchmal war. Parks hat den Auftrag des Magazins gebraucht; er hat ihn auch gefüllt, gegen dessen Erwartungen. Wer nur den ersten Schwarzen bei Life als Auszeichnung nimmt, hat die Waffe nicht gelesen. Wer nur Anklage will, unterschlägt die Bilder, in denen Parks Würde nicht als Gegenthese zur Armut, sondern als Alltag zeigte.

Einordnung

1966 ist das Buch das stärkste Selbstzeugnis der dokumentarischen Fotografie als antirassistische Praxis, geschrieben bevor der Kanon Parks zum Vorläufer glättete. Es steht in Die Macht des Blicks als der Band, in dem die Kamera ausdrücklich Waffe heißt, und neben Gordons Lange in Gegenbilder, die Armut fotografierte, ohne diese Waffe so zu nennen. Nachbarschaft hat es zu einer Geschichte der Bürgerrechtsbewegung, die Reden kennt und Bilder oft als Beleg nachreicht. Wer nach Parks über amerikanische Reportage spricht, ohne Rassismus als das zu nehmen, wogegen fotografiert wurde, hat die Wahl nicht verstanden.

Essays

Dieses Buch kommt in diesen Essays vor.

Die Macht des Blicks (Lesepfad)

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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