Autor:Wolfgang Hohlbein
Wolfgang Hohlbein (geb. 1953), in Weimar geboren und am Niederrhein aufgewachsen, hat der deutschen Unterhaltung die Unsterblichen-Sage gegeben, die sich an Volksglauben, Historie und Abenteuerheft zugleich bedient. Die Chronik der Unsterblichen beginnt 1999 mit Am Abgrund: Der Schwertkämpfer Andrej Delãny findet in Transsilvanien ein Blutbad und erfährt, dass er und der Junge Frederic Vampyre sind, zehrend von fremder Lebenskraft, fast unverwundbar.
Leben
Frühes, rastloses Schreiben, Preis für ein Drachenbuch, dann die Menge: Hohlbein gehört zu den fruchtbarsten Erzählern deutscher Sprache, oft mit der Frau Heike, oft allein, Mittelalter, Schauer, phantastische Reihen. Der Umweg war diese Produktivität als Handwerk: Wer in diesem Tempo schreibt, baut Welten, die halten, weil die Gefährten sich erst hassen und dann Jahrhunderte durchwandern, nicht weil jeder Satz feiert. Die Chronik wuchs auf mehr als fünfzehn Teile, Bildgeschichte, Hörspiel, in Kaiserslautern eine Rockoper. Er lebt in Neuss, als Name, den das Feuilleton lange unter der Menge begrub und die Leser nicht.
Wirkung
Hohlbein hat den Vampyr weniger als verführerischen Fremden geschrieben denn als Soldaten, der nicht sterben kann und dafür zahlt. Kirche, Inquisition, osmanische Bedrohung, das Gesetz der Zehrung und der Schande: Der Auftakt setzt den Stein, die späteren Bände führen das Paar durch Wien, Malta, Ägypten, den Norden, London 1666. Die Länge der Reihe ist Stärke und Schwäche; der erste Band gilt vielen Lesern als der straffste. Neben serieller Phantastik steht das Buch in der Nachbarschaft seiner eigenen Mittelalterstoffe: greifbare Orte, grobe Gewalt, Gefährten.
Die Bildgeschichte nach Am Abgrund hat dem Stoff ein zweites Leben gegeben; die Menge der übrigen Titel hat den einen Zyklus oft zugedeckt. Wer die Chronik für bloße Nachahmung auswärtiger Unsterblichkeitsmythen hält, hat Transsilvanien und den Inquisitor nicht gelesen. Wer nur die späteren, oft längeren Bände kennt, unterschätzt, wie genau der erste das Gesetz einführt. Märchenmond und andere Reihen haben den Namen zum Markenzeichen gemacht; die Unsterblichen bleiben das Stück, in dem die lange Dauer zweier Männer die Unterhaltung trägt, nicht der Schmuck der Nacht.
Werke
In Auswahl außerdem: Märchenmond, Der Inquisitor, Das Druidentor.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.