Autor:Rolf Peter Sieferle

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Rolf Peter Sieferle (1949–2016), in Stuttgart geboren, war Umwelthistoriker von Rang und hinterließ mit Finis Germania einen Nachlass, den die Kritik als antisemitisch und geschichtsverkehrt las. Der Band von 2017 kehrt die Erinnerung an den Massenmord an den europäischen Juden in den Vorwurf eines deutschen Schuldkults; Herkunft und Schaden stehen in demselben Namen.

Leben

Heidelberg, zeitweise Vorstand des SDS, Dissertation über Karl Marx, dann die energetische Umweltgeschichte: Der unterirdische Wald erklärte die Industrialisierung aus dem Übergang vom Holz zur Kohle. Mannheim, St. Gallen, Emeritierung 2012. Der Umweg ist die Wendung nach 1994: Wer die Industriemoderne quantifiziert hatte, begründete konservative Politik historisch und schrieb sich in die Neue Rechte. Er starb 2016 von eigener Hand in Heidelberg; der Nachlassverwalter gab Finis Germania im Verlag Antaios heraus.

Wirkung

Sieferle hat die Umweltgeschichte um den energetischen Ansatz bereichert und den unterirdischen Wald zum Standardbild der Kohleindustrialisierung gemacht. Dasselbe Werk, das die Zunft respektierte, steht neben einem Heft, das Auschwitz zur unendlichen, nicht verrechenbaren Schuld erklärt und daraus die ewige Rolle der Deutschen als Schuldige folgert – Opferumkehr, nicht Analyse.

Die Skandalisierung von 2017, nachdem ein Juror des Spiegel den Band auf die Liste der meistverkauften Bücher gesetzt hatte, machte den Nachlass zum Verkaufserfolg und zur Waffe. Verteidiger sahen Bestätigung; die Mehrheitsöffentlichkeit einen Angriff auf die Erinnerung. Wer den Umwelthistoriker rettet, indem er den Nachlass streicht, beschönigt. Wer nur den Skandal sieht, unterschlägt, dass die Zunft denselben Mann lange als Pionier las. Das Lemma empfiehlt das Heft nicht.

Werke

In Auswahl außerdem: Der unterirdische Wald, Epochenwechsel.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.