Autor:Robert Paul Wolff
Robert Paul Wolff (1933–2025), in New York geboren, hat den Staat an der Autonomie scheitern lassen. Eine Verteidigung des Anarchismus von 1970 behauptet, dass Herrschaftsanspruch und moralische Selbstgesetzgebung einander ausschließen; das schmale Buch wurde zum Schultext der philosophischen Anarchie.
Leben
Promotion 1957 in Harvard, Lehre in Chicago und an der Columbia University, ab 1971 in Massachusetts, später in der Abteilung für afroamerikanische Studien. Der Umweg ist Kant: Wer Autonomie als Selbstgesetzgebung ernst nimmt, kann dem Gesetz nicht gehorchen, weil es Gesetz ist. Wolff schrieb über Immanuel Kant und Karl Marx, ging 2008 in den Ruhestand, veröffentlichte Vorträge und starb 2025.
Wirkung
Wolff hat den Anarchismus aus einem Begriff abgeleitet, nicht aus einer Empörung. Die unmittelbare einhellige Demokratie wäre mit Autonomie verträglich und scheitert an der Vielheit; Mehrheit und Souverän opfern sie. Bleibt die Prüfung im Einzelfall: man befolgt eine Weisung, weil sie richtig ist, nicht weil sie staatlich ist. Der Ton ist schulmäßig, näher an der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten als an der Flugschrift.
Wirtschaftsliberale Anarchisten lasen zustimmend, was Wolff schockierte. Er selbst erklärte sich unwillig, die Folgerung vollständig zu leben. Wer ihn nur als Kronzeugen gegen den Staat nimmt, unterschlägt das Geständnis. Wer die akademische Pflichtendebatte nach 1970 sucht, kommt an diesem Band nicht vorbei.
Werke
In Auswahl außerdem: Das Elend des Liberalismus, Kant’s Theory of Mental Activity.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.