Autor:Ramon Llull

Ramon Llull (um 1232–1316), in Palma auf Mallorca geboren, hat Begriffe auf Scheiben gelegt, damit der Glaube zwingend werde. Die Ars generalis ultima, um 1305 vollendet, ist die reife Gestalt dieser Großen Kunst: Kombinatorik als Bekehrung, später gelesen als Ahnherrin des Rechnens mit Zeichen.

Leben

Sohn eines katalanischen Ritters, höfischer Dichter, 1263 die Vision des Gekreuzigten: Er lernte Arabisch, gründete die Missionsschule Miramar, lehrte in Paris und Montpellier, warb auf dem Konzil von Vienne für Lehrstühle des Hebräischen, Arabischen und Syrischen. Der Umweg ist die Niederlage an den Universitäten: Was die Magister nicht überzeugte, vereinfachte er, bis die letzte Ars handlich war. 1314 reiste er nach Tunis; er starb auf der Rückfahrt nach Mallorca und liegt in Palma begraben. Die Steinigung in Bougie ist Legende.

Wirkung

Llull hat die scholastische Disputation durch einen Apparat ersetzt: neun Buchstaben, bewegliche Kreise, nur zulässige Verknüpfungen. Die Kunst sollte Muslime und Juden mit der Notwendigkeit der Begriffe gewinnen. Gottfried Wilhelm Leibniz nahm die Technik als ars combinatoria auf und wollte Wissenschaften untersuchen, nicht den Glauben beweisen; Giordano Bruno mehrte die Räder. Damit wurde aus der Missionslogik die Idee, Wahrheit lasse sich kombinieren.

Die Kirche setzte ihn zeitweise auf den Index; die Lullisten kopierten heimlich. Alchemistische Schriften hängen an seinem Namen, ohne von ihm zu stammen. Wer in ihm nur den Vorläufer der Rechenmaschine sieht, unterschlägt den Missionszweck. Wer nur den Frommen sieht, unterschlägt, dass die Scheiben eine Logik erfanden, die den Glauben nicht mehr braucht. Die katalanische Literatur zählt ihn zu ihren Begründern.

Werke

In Auswahl außerdem: Ars brevis, Llibre d’amic e amat, Llibre de contemplació en Déu.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler sind willkommen.

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