Autor:Pseudo-Dionysius Areopagita
Pseudo-Dionysius Areopagita, ein unbekannter syrischer Autor des späten fünften oder frühen sechsten Jahrhunderts, hat unter dem Namen des von Paulus in Athen bekehrten Ratsherrn geschrieben. De Coelesti Hierarchia hat der Christenheit die neun Engelchöre und den Aufstieg durch Stufen gegeben.
Leben
Ein Leben des Verfassers lässt sich nicht erzählen. Die Forschung lokalisiert ihn im antiochenischen Raum, wohl als syrischen Mönch; Proklos ist unverkennbar, getauft. Frühestens nach 476, spätestens vor Zitaten des Severus von Antiochia in den zwanziger Jahren des sechsten Jahrhunderts. Die orthodoxen Kirchen halten zum Teil an der Identität mit dem Apostelschüler fest. Das Corpus umfasst die himmlische und die kirchliche Hierarchie, die göttlichen Namen, die mystische Theologie und zehn Briefe.
Wirkung
Pseudo-Dionysius hat Hierarchie als heilige Vermittlung gefasst: Erleuchtung von oben nach unten, Spiegel der kirchlichen Ordnung auf Erden. Die unähnliche Abbildung rettet die biblischen Tierbilder, indem sie sie als Schonung unseres Erkennens liest. Negative Theologie, mystischer Aufstieg, die Sakralisierung des Amts: Johannes Scotus Eriugena übersetzte ins Lateinische; Thomas von Aquin folgte in der Summa theologica der Dreiteilung der himmlischen Heere; Gregor der Große übernahm die neun Chöre.
Kaum ein untergeschobenes Werk hat so lange als apostolische Stimme gegolten. Hypatios von Ephesos zweifelte schon 531; Abaelard, später Laurentius Valla und Erasmus, dann Koch und Stiglmayr haben die Unechtheit festgemacht. Die Fälschung der Autorschaft ist der Skandal der Moderne; für das Mittelalter war sie die Beglaubigung. Der Name Dionysius hat eine Lehre getragen, die ohne ihn vielleicht als heidnische Metaphysik verdächtig geblieben wäre.
Werke
- De Coelesti Hierarchia (500)
In Auswahl außerdem: De ecclesiastica hierarchia, De mystica theologia, De divinis nominibus.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.