Autor:Pseudo-Aristoteles

Pseudo-Aristoteles ist keine Person, sondern eine Zuschreibung: Unter dem Namen des Aristoteles liefen Schriften um, die nicht von ihm stammen. Über die Welt gibt sich als Brief an Alexander und hat jahrhundertelang als Kosmos des Meisters gegolten.

Leben

Ein Leben des Verfassers lässt sich nicht erzählen. Die Forschung behandelt ein Bündel unechter Aristotelica – Kosmologie, Ökonomik, Physiognomik, Problemata –, deren Autoren unbekannt bleiben. Über die Welt entstand nach 322 vor Christus und vor der Erwähnung bei Maximos von Tyros um 150 nach Christus; der Briefrahmen an Alexander ist literarische Maske. Apuleius übertrug das Stück ins Lateinische; syrische und arabische Übersetzungen schlossen sich an.

Wirkung

Die Maske des Meisters hat einer mittleren Philosophie Autorität gegeben: die Welt erklären und zugleich preisen, Gott als Feldherrn, der nicht jede Bewegung selbst ausführt. Kosmologie, Wetterkunde und Gotteslob folgen aufeinander, aristotelisch im Gerüst, stoisch im Durchwalten. So wurde aus einem Schultext ein Übersetzungsrenner, den Heiden, Christen und Muslime denselben gestuften Himmel anboten.

Wer die Schriften als Aristoteles liest, erhält ein zu glattes Gottesbild. Wer sie nur als Fälschung abtut, verfehlt die jahrtausendelange Rolle eines Weltabrisses, der handlicher war als die echten Traktate. Die Unechtheit festzumachen hat die Wirkung nicht rückgängig gemacht; sie hat sie historisch gemacht.

Werke

In Auswahl außerdem: Ökonomik, Physiognomik, Problemata.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.