Autor:Paul Ricoeur

1913 2005

Paul Ricoeur (1913–2005), in Valence geboren, hat die Zeit als erzählte lesbar gemacht und die Identität als Geschichte, die man übernehmen kann. Zeit und Erzählung ist das dreibändige Organon: Mimesis des Lebens, der Fabel, der Lektüre.

Leben

Protestantische Herkunft, Kriegsgefangenschaft, Nanterre 1968, die Jahre in Chicago, die Rückkehr. Der Umweg war die Gefangenschaft und die Übersetzung Husserls: Wer die Zeit des Lagers kennt, glaubt dem Cogito nicht, das sich selbst besitzt. Er starb in Châtenay-Malabry. Die Versöhnung, die man ihm vorwarf, war erarbeitet, nicht gemütlich.

Wirkung

Ricoeur hat Phänomenologie, Poetik und Historie in der Erzählung zusammengeführt. Die Geschichtswissenschaft und die Theologie haben ihn genommen; die Sprenger der sechziger Jahre haben ihn für zu heilend gehalten.

Gelesen wird er als Vermittler. Wer nur die Mitte meint, unterschlägt die Aporie der Zeit. Wer nur die Theologie meint, unterschlägt die drei Bände, die Aristoteles und Augustinus zwingen, miteinander zu sprechen. Neben Sartre und Derrida steht er als der, der Identität erzählte, ohne sie zu besitzen.

Werke

In Auswahl außerdem: Die lebendige Metapher, Das Selbst als ein Anderer, Gedächtnis, Geschichte, Vergessen.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.