Autor:Nancy Fraser

Nancy Fraser (geb. 1948), in Baltimore geboren, hat Umverteilung und Anerkennung nicht als Lagerkampf, sondern als zwei Seiten derselben Gerechtigkeit gelesen. Der Allesfresser nennt den Kapitalismus später beim Stoffwechsel: Er frisst Sorge, Natur und Demokratie.

Leben

Philosophie, die zweite Frauenbewegung, die New School in New York. Der Umweg über den Streit mit Axel Honneth erklärt das Werk: Wer gesehen hat, wie Identität die Ökonomie verdrängt und die Ökonomie die Kränkung, schreibt gegen die Spaltung. Fraser lehrt in New York und schreibt auf Englisch in die deutsche Debatte zurück. Die Prosa bleibt polemisch, die Unterscheidungen scharf.

Wirkung

Fraser hat die kritische Theorie um die Frage erweitert, wer zahlt, wenn Anerkennung siegt. Gerechtigkeit braucht beides: sichtbare Statusordnung und materielle Teilhabe; später kam die Repräsentation als dritte Achse. Der späte Kapitalismus erscheint als Kannibale, der die Bedingungen seines eigenen Fortgangs auffrisst.

Die Kritik nennt das zu schematisch, zu amerikanisch-akademisch. Wer Fraser nur als Gegnerin der Identitätspolitik liest, unterschlägt, dass sie Anerkennung nicht streicht. Wer nur Honneth kennt, unterschlägt die Ökonomin in der Philosophin.

Werke

In Auswahl außerdem: Widerspenstige Praktiken, Der alles durchdringende Kapitalismus (mit Rahel Jaeggi).

Ideen

Sorge (wichtig)

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.