Autor:Morton Rhue
Morton Rhue (geb. 1950), in New York geboren, heißt eigentlich Todd Strasser und hat unter dem deutschen Decknamen das Schulbuch über den Faschismus im Klassenzimmer geschrieben. Die Welle folgt keinem Bericht aus Palo Alto, sondern einem Fernsehspiel über den Unterrichtsversuch des Lehrers Ron Jones.
Leben
Amerikanischer Jugendbuchautor, der in den Vereinigten Staaten unter seinem Namen schrieb und im deutschen Sprachraum als Morton Rhue bekannt wurde. Der Umweg war diese Übersetzung ins Pädagogische: Rhue hat die Geschichte nicht erlebt, er hat sie nach einer Fernsehvorlage erzählt, und gerade so wurde sie zur Lektüre, mit der westdeutsche Schulen den Nationalsozialismus in die Gegenwart holten. Er lebt in den Vereinigten Staaten und hat Dutzende Jugendbücher geschrieben; keines hat hier die Wirkung der Welle.
Wirkung
Rhue hat aus einem Unterrichtsversuch eine Fabel gemacht, die Disziplin, Gemeinschaft und Handeln ohne Inhalt als ausreichend zeigt, um aus Mitschülern Wächter zu machen. Das ist grober als der Versuch von 1967 in Palo Alto und deshalb für die Schule brauchbar: Die Mechanismen sind sichtbar, die Ausreden fallen weg. Der Band ist seit den achtziger Jahren deutsche Schullektüre, berühmter hier als in der Sprache, in der er entstand.
Man hat das Buch zur Impfung gegen Mitläufertum erklärt und manchmal so gelesen, als sei die Lektion mit dem letzten Kapitel erledigt. Die Härte liegt woanders: Die Welle macht Spaß, bevor sie Angst macht, und der Lehrer ist kein Ungeheuer, sondern ein Mann, der einen Versuch nicht rechtzeitig beendet. Verfilmungen, darunter Dennis Gansels deutsche Kinoversion, haben den Stoff erneuert; der schmale Roman bleibt die Fassung, mit der Jahrgänge von Schülern den Faschismus als Gruppengefühl kennenlernten, nicht als Kostüm.
Werke
- Die Welle (1981)
In Auswahl außerdem: Ich knall euch ab!, Der Club.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.