Autor:Michel Onfray

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Michel Onfray (* 1959), in Argentan in der Normandie geboren, hat der französischen Öffentlichkeit einen Atheismus geliefert, der von Nietzsche und Epikur zehrt und Denkmäler stürzt. Anti Freud von 2010 erklärt Sigmund Freud zum Philosophen, nicht zum Wissenschaftler, und die Psychoanalyse zur Fabel.

Leben

Sohn eines Landarbeiters, Internat der Salesianer, später Philosophie in Caen, Lehrer an einer berufsbildenden Schule. 2002 kündigte er und gründete die Volksuniversität von Caen, unentgeltlich, gegen den Lehrbetrieb, den er für tot hielt. Der Umweg ist die Lektüre: Das Kommunistische Manifest, Nietzsches Antichrist und Freuds Sexualtheorie halfen ihm aus der Schmach der Kindheit; als er Freud vollständig gelesen hatte, war das Idol entzaubert. Er lebt und schreibt in der Normandie, sehr produktiv und öffentlich.

Wirkung

Onfray hat den Hedonismus – die Lehre, dass Lust und diesseitiges Glück Maß der Philosophie seien – aus der Nische geholt und gegen Christentum, Islam und jede Jenseitsmoral gestellt. Die Gegen-Geschichte der Philosophie, der Traité d'athéologie, die Volksuniversität: dasselbe Programm, Denken an Körper und Alltag zu binden, nicht an die Zunft. Anti Freud ist die schärfste Fassung dieser Geste. Die Hauptthese – Freud habe eine Literatur der Seele geliefert, keine Wissenschaft – traf in Frankreich den Konsens der Psychoanalyse und löste eine Jahre dauernde Fehde aus.

Élisabeth Roudinesco nannte den Band voller Fehler und Hass; Onfray beharrte darauf, das Denkmal verdiene den Sturz. Die Kritik hat recht, wo die Anklage die Abwägung ersetzt; sie ändert nichts daran, dass die Wissenschaftlichkeit der Kur seither lauter bestritten wird. Wer nach 2010 über Freud als Idol spricht, spricht hinter diesem Angriff oder gegen ihn. Der Moralist nach Nietzsche bleibt wirksamer als der Schulphilosoph.

Werke

In Auswahl außerdem: Traité d'athéologie, La sculpture de soi, Le ventre des philosophes.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.