Autor:Leonardo da Vinci

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Leonardo da Vinci (1452–1519), unehelich bei Vinci in der Toskana geboren, hat Malerei, Anatomie und Mechanik als eine einzige Untersuchung der Natur betrieben. Der Trattato della Pittura ist keine von seiner Hand geschlossene Abhandlung: Francesco Melzi stellte nach dem Tod die Notizbücher zusammen; gedruckt wurde die Lehre erst 1651.

Leben

Sohn des Notars Piero und der Magd Caterina, Lehre bei Verrocchio in Florenz, dann Mailand unter den Sforza, später Florenz, Rom und zuletzt Frankreich. Der Umweg sind die Hefte: Leonardo malte wenig fertig und schrieb unaufhörlich, seitenverkehrt, über Flügel, Wirbel, Embryos und den Rang des Auges. Das Abendmahl und die Mona Lisa haben den Namen weltläufig gemacht; die Traktatüberlieferung hat den Denker daraus gemacht. Er starb auf Schloss Clos Lucé bei Amboise, im Dienst König Franz’ I.

Wirkung

Leonardo hat die Malerei zur Wissenschaft erklärt, weil sie Mathematik, Optik und Anatomie braucht, und zum Wettstreit der Künste, dem Paragone, zugunsten des Bildes entschieden: Die Bildhauerei setze das Licht nicht selbst, die Dichtung treffe das Auge nicht. Beobachtung bindet die Vorschrift – Falten, Pferdegalopp, farbiger Schatten, blauende Ferne – an das Gesetz der Natur, nicht an die Nachahmung der Antike. Die Werkstätten Europas lasen den gedruckten Traktat als Rezeptbuch; die Moderne las die Hefte als Experiment, das Autorschaft und Abschluss verweigert.

Die Nachwelt hat ihn zum Universalgenie gemacht und die unfertigen Maschinen zu Prophetie. Das verfehlt die Lage ebenso wie die bloße Malerlegende. Melzis Sammlung, Poussins Zeichnungen in der Ausgabe von 1651 und Heinrich Ludwigs deutsche Übertragung von 1882 haben einen Autor hergestellt, den es als Buch zu Lebzeiten nicht gab. Wer Leonardo nur als Künstler nimmt, unterschlägt die Naturforschung in den Codices. Wer ihn nur als Ingenieur feiert, unterschlägt, dass der Traktat die Malerei zur ersten Kunst erklärt, weil sie den Geist in der sichtbaren Gestalt zeigt. Die Bilder und die Hefte gehören zusammen.

Werke

In Auswahl außerdem: Codex Atlanticus, Codex Leicester.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.