Autor:Larry McMurtry
Larry McMurtry (1936–2021), in Archer City in Texas geboren, hat dem Wildwestroman das Alter gegeben: zwei ehemalige Ranger treiben Rinder nach Montana, als wäre die Grenze noch zu haben. Weg in die Wildnis – im Original der Ortsname Lonesome Dove – bekam 1986 den Pulitzerpreis.
Leben
Aufgewachsen in der trockenen Weite Nordtexans, Antiquar und Drehbuchautor, Jahre in Houston, Washington und wieder in Archer City. Der Umweg war das Zuhören auf der Veranda und in der eigenen Buchhandlung: McMurtry kannte die Mythen, weil er sie verkaufte, und erzählte sie zu Ende, bis Hitze, Langeweile und plötzliche Grausamkeit übrigblieben. Der Roman von 1985 ist der zuerst veröffentlichte, chronologisch der dritte Teil einer späteren Viererfolge. Er starb in Archer City.
Wirkung
McMurtry hat den Westen nicht widerlegt, indem er ihn verspottete, sondern indem er ihn ausgehen ließ. Augustus redet und trinkt, Call schweigt und kommandiert, der Treck gibt nichts zurück als Distanz; Frauen wie Clara und Lorena sind klüger als die Männer, die sie verlassen. Freundschaft bindet an eine Hinrichtung, Vaterschaft bleibt unausgesprochen. Der Band ist lang, episodisch, ohne Heldengesang. Genau darin liegt die Verschiebung: Der Wildwestroman wird zur Elegie.
Die Fernsehfassung von 1989 unter dem Titel Der Ruf des Adlers hat Gesichter festgesetzt, die seither vor dem Buch stehen. Historiker haben die Weite gelobt und die Freiheit gegenüber den Akten getadelt. Wer McMurtry nur als Bewahrer des alten Texas liest, unterschlägt, wie unerbittlich er den Mythos entzaubert. Wer nur die Entzauberung will, verpasst, dass Gus und Call trotzdem aufbrechen. Die späteren Teile füllen die Vorgeschichte; dieser Band bleibt das Maß.
Werke
- Weg in die Wildnis (1985)
In Auswahl außerdem: Die letzte Vorstellung, Zeit der Zärtlichkeit, Texasville.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.