Autor:Karel Čapek
Karel Čapek (1890–1938), in Malé Svatoňovice in Böhmen geboren, hat der Moderne das Wort für den künstlichen Arbeiter und die Satire auf den kommenden Krieg gegeben. Der Krieg mit den Molchen lässt aus Perlenfischern eine Weltmacht werden; die Menschheit liefert die Waffen selbst.
Leben
Arztsohn, Journalist in Prag, Stücke und Romane mit dem Bruder Josef Čapek, der für das Theaterstück von 1920 das Wort Roboter vorschlug. Der Umweg war die Bühne: Erst die Retortenarbeiter von R.U.R., dann die Prosa, die Ausbeutung in Kolonie, Börse und Leitartikel verlegte. Nach dem Münchner Abkommen blieb Čapek in der Tschechoslowakei, lehnte die Emigration ab und starb an einer Lungenentzündung. Josef starb 1945 in Bergen-Belsen.
Wirkung
Čapek hat die Zukunftssatire nicht als ferne Maschine erzählt, sondern als Geschäft. Die Molche lernen sprechen, tauchen und rechnen; Staaten und Konzerne machen sie zur Hand, bis die Hand die Küsten abträgt. Zeitungsausschnitte, Protokolle und Kurse tragen die Handlung: Das Unheil erscheint als Aktenlage. Thomas Mann nannte den Blick auf Europas Narrheit großartig. Neben dem Roboterstück steht dieser Roman als die ruhigere, deshalb schärfere Warnung.
Die UNESCO nahm den Band in die Sammlung repräsentativer Werke; Schulen lasen ihn als Fabel auf den Faschismus, was er ist und nicht allein. Wer nur die Allegorie nimmt, unterschlägt den Witz der Montage. Wer Čapek nur als Erfinder des Roboters führt, verpasst, dass die Molche keine Maschinen sind, sondern Ausgebeutete, die die Lehre ihrer Herren zu Ende denken. Prag hat ihn zum Nationalautor gemacht; die Satire reicht weiter als die Republik, die ihn nicht mehr schützen konnte.
Werke
- Der Krieg mit den Molchen (1936)
In Auswahl außerdem: R.U.R., Das Absolutum, Krakatit.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.