Autor:Julian Barnes
Julian Barnes (1946–), in Leicester geboren, hat der Lebenslüge den schmalen Roman gegeben, in dem die Vergangenheit eine zurechtgebogene Version ist. Vom Ende einer Geschichte schickt den Pensionär Tony Webster in eine Aufklärung, die ihn tiefer hinein treibt; 2011 erhielt Barnes den Bookerpreis.
Leben
Lexikograph, Kritiker, Romane unter eigenem Namen und Kriminalgeschichten unter dem Decknamen Dan Kavanagh. Der Umweg war Flaubert: Barnes hat die französische Genauigkeit ins Englische geholt, bevor er sie auf hundertzweiundachtzig Seiten einer britischen Erinnerung anwandte. Flauberts Papagei machte ihn bekannt; der schmale Band von 2011 machte ihn unausweichlich. Er lebt in London. Der englische Titel zitiert eine Studie Frank Kermodes über das Ende als Form.
Wirkung
Barnes hat den Band wie ein analytisches Drama gebaut: Das Unheil ist geschehen, die Aufklärung treibt den Helden tiefer hinein, ähnlich dem König Ödipus, nur ohne Orakel, mit einem Brief. Tony ist kein Ungeheuer, sondern der durchschnittliche Mann, der sich die Lebensgeschichte zurechtlegt, bis sie tragbar ist. Nachbarschaft hat er in der britischen Erinnerungsliteratur neben Ian McEwans Abbitte. Die Kritik hat die erzählerische Ökonomie gelobt; internationale Listen zählten den Band zu den bedeutenden britischen Romanen.
Ritesh Batra verfilmte 2017 mit Jim Broadbent und Charlotte Rampling; der Film hat den Frauen mehr Fleisch gegeben und die Unruhe des Schlusses verschenkt. Wer den Band für eine Novelle über das Alter hält, hat den Brief nicht gelesen. Wer ihn für einen Krimi um ein Testament hält, hat Tony geglaubt, und genau das will das Buch: dass man ihm glaubt, bis man nicht mehr kann.
Werke
- Vom Ende einer Geschichte (2011)
In Auswahl außerdem: Flauberts Papagei, Eine Geschichte der Welt in 10½ Kapiteln, Der Lärm der Zeit.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.