Autor:Jostein Gaarder

1952

Jostein Gaarder (1952–), in Oslo geboren, hat der europäischen Philosophie den Jugendroman gegeben, in dem ein Mädchen merkt, dass es in einem Buch lebt. Sofies Welt beginnt mit der Frage, wer man sei, und endet mit der Wut auf den, der die Frage geschrieben hat.

Leben

Philosophielehrer, Verfasser von Jugendbüchern, dann der Band von 1991, der weit mehr erwachsene Leser fand, als die Anlage vermuten ließ. Der Umweg war dieser Unterricht: Gaarder hat Thales und Jean-Paul Sartre nicht als Beilage in eine Geschichte gelegt, sondern die Geschichte um die Fragen gebaut. Die deutsche Übersetzung von Gabriele Haefs erschien 1993; 1994 der Deutsche Jugendliteraturpreis, lange der erste Platz der Spiegel-Liste. Er lebt in Oslo und hat das Staunen nicht zur Ware werden lassen, auch wenn der eine Titel die anderen überstrahlt.

Wirkung

Gaarder hat den Lehrroman der Aufklärung in die Form eines Jugendbuchs der neunziger Jahre gebracht und mit einem Kunstgriff versehen: Die Leserinnen lesen mit Hilde, und Hilde liest Sofie. Kritiker warfen dem Band vor, Denker auf Merkblätter zu verkürzen; Anhänger rühmten, dass ein großes Publikum die Namen der europäischen Philosophie wieder in einem Zusammenhang las. Der Film von 1999 und das Musiktheater haben den Stoff popularisiert, ohne die Doppelbödigkeit der Prosa zu ersetzen.

Weltweit gingen Dutzende Millionen Exemplare über den Ladentisch. Es bleibt ein Roman, der Kinder und Erwachsene denselben Satz lesen lässt – »Wer bist du?« – und dann zeigt, dass die Antwort eine Falle sein kann. Die Wut Sofies auf ihren Verfasser gehört zur Philosophie ebenso wie Platon. Beides zusammen, der Kurs und die Empörung gegen den, der ihn schreibt, hat dem Buch seine Dauer gegeben.

Werke

In Auswahl außerdem: Das Kartengeheimnis, Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort, Das Weihnachtsgeheimnis.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.