Autor:Joseph Vogl
Joseph Vogl (geb. 1957), in Eggenfelden geboren, hat der Literaturwissenschaft die Ökonomie als Gespenst zurückgegeben. Das Gespenst des Kapitals liest die Finanzkrise nicht als Betriebsunfall, sondern als Theologie des Marktes, der sich selbst rechtfertigt.
Leben
Er studierte Germanistik und Philosophie und lehrte in Berlin und Princeton. Der Umweg war die Krise von 2008: der Literaturwissenschaftler, der plötzlich in der Zeitung stand, weil er das Kapital las wie ein Barocktrauerspiel. Er lehrt in Berlin.
Wirkung
Vogl hat gezeigt, dass Märkte nicht nur rechnen, sondern glauben. Die unsichtbare Hand wird zur Theodizee: Was geschieht, musste geschehen, und wer zweifelt, hat die Ordnung nicht verstanden. Das trifft die Germanistik, weil es Metaphern, Erzählungen und Personifikationen des Geldes ernst nimmt.
Man hat ihm vorgeworfen, die Ökonomie zu literaturwissenschaftlich zu machen. Das Buch hat trotzdem den Feuilleton und das Seminar nach der Krise mit einem Wort versorgt, das blieb: das Gespenst. Wer nach 2010 über Finanzmärkte spricht, ohne nur Kurse zu nennen, spricht oft mit Vogl.
Werke
- Das Gespenst des Kapitals (2010)
In Auswahl außerdem: Kalkül und Leidenschaft, Der Souveränitätseffekt, Kapital und Ressentiment.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.