Autor:Johann Christoph Gottsched

1700 1766
Gelehrter · Literatur · Philosophie · 17./18. Jahrhundert
LiteraturPhilosophie


Johann Christoph Gottsched, in Juditten geboren und in Leipzig lehrend, hat der deutschen Dichtung die französische Regel als Vernunft verordnet. Der Versuch einer Critischen Dichtkunst von 1730 ist das Buch, gegen das Gotthold Ephraim Lessing die Hamburgische Dramaturgie schrieb – und ohne das der Streit keine Adresse hätte.

Leben

Königsberg, Leipzig, die Deutsche Gesellschaft, Luise Adelgunde als Mitarbeiterin, 1766 der Tod in Leipzig. Der Umweg ist Paris: Wer Vernunft will, holt Boileau und Corneille und macht daraus ein deutsches Lehrbuch.

Wirkung

Gottsched hat Wahrscheinlichkeit, drei Einheiten, die Verbannung des Hanswursts zur Reform des Theaters gemacht. Lessing zerschlug die Regel und behielt die Poetik. Die Aufklärung hat ihn gebraucht und verspottet.

Gelesen wird er als Pedant, den man überwunden hat. Wer nur den Pedanten sucht, unterschlägt die Reinigung der Bühne. Wer nur den Überwundenen meint, unterschlägt, dass nach ihm das deutsche Drama eine öffentliche Vernunft sein wollte, bevor es Shakespeare durfte.

Werke

In Auswahl außerdem: der Sterbende Cato, die Sprachlehre.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.