Autor:Ibn Chaldun
Ibn Chaldun (1332–1406), in Tunis geboren, hat der Geschichtsschreibung die Frage nach dem Aufstieg und Zerfall von Dynastien gegeben, lange bevor Europa sie so stellte. Die Muqaddima ist die Einleitung in sein Geschichtswerk – und das eigentliche Buch.
Leben
Andalusische Gelehrtenfamilie im Maghreb, Ämter an Höfen, die ihn mal erhoben und mal einkerkerten: Der Umweg durch die Politik erklärt die Skepsis. In der Festung Ibn Salama schrieb er die Muqaddima nieder, dann Kairo, wo er als Oberrichter amtierte, Timur traf und lehrte. Er starb in Kairo, als Mann, der Höfe hatte kommen und gehen sehen.
Wirkung
Ibn Chaldun hat den Zusammenhalt der Gruppe – ʿAṣabiyya, die Kraft der Abstammung und des Bundes – zum Motor der Geschichte gemacht. Dynastien siegen durch diesen Zusammenhalt, erlahmen in der städtischen Üppigkeit, weichen der nächsten Kraft aus der Steppe. Klima, Lebensform, Steuer: Die Ereignisse sind Folgen, nicht Ursachen. Das ist Geschichtswissenschaft, bevor der Name da war.
Europa entdeckte ihn spät, oft als Vorläufer, den man an eigenen Schulen misst: als frühen Soziologen, als Denker der langen Dauer, bevor der Begriff da war. Besser liest man ihn aus dem Maghreb. Die Muqaddima bleibt das Werk, das Zivilisation als Kreislauf beschreibt, ohne Fortschritt zu versprechen – und das die Höfe kennt, weil der Autor ihnen gedient hat.
Werke
- Die Muqaddima (1377)
In Auswahl außerdem: das Geschichtswerk Kitāb al-ʿIbar, die Autobiographie.
Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.