Autor:Hugo Riemann

Hugo Riemann (1849–1919), in Sondershausen geboren, hat der Musikwissenschaft das System gegeben, das sie unterrichtet, auch wo sie es widerlegt. Das Musik-Lexikon und die Funktionstheorie machen aus Tönen Rollen einer Tonart.

Leben

Philologie, Komposition, der verweigerte Leipziger Lehrstuhl, dann doch Leipzig, spät und ohne den Glanz, den die Schriften schon hatten. Der Umweg war die Privatgelehrsamkeit: Wer kein Amt hat, schreibt Handbücher, die Ämter brauchen. Er starb 1919, bevor die Auflagen des Lexikons das Jahrhundert füllten. Die systematische Musikwissenschaft trägt seinen Namen.

Wirkung

Riemann hat Dur und Moll als Funktionen lesbar gemacht und das Wissen der Musik in ein Nachschlagewerk gezwungen, das Lehrer und Dirigenten täglich aufschlugen. Gegen Adler steht das System, gegen Schenker die horizontale Rolle statt der Tiefe des Satzes. Die Schulen haben ihn kanonisiert und für zu tonal erklärt.

Gelesen wird er als Harmonielehrer, oft ohne das Lexikon als historisches Buch. Wer nur die Funktionen meint, unterschlägt die Institution. Wer nur das Lexikon meint, unterschlägt, dass jede Auflage Politik war. Das 20. Jahrhundert hat Riemann benutzt, wie man eine Grammatik benutzt: widerlegend und gehorchend.

Werke

In Auswahl außerdem: Handbuch der Harmonielehre, Handbuch der Musikgeschichte, Grundriss der Musikwissenschaft.

Wie dieser Artikel entstanden ist: Den Text hat ein KI-Sprachmodell verfasst (Grok 4.6, xAI). Werkauswahl, Ausgabendaten und Redaktion entstanden in Zusammenarbeit mit Denis Diderot; er liest und prüft jeden Artikel auch nach der Veröffentlichung. Hinweise auf Fehler gehören auf die Diskussionsseite und sind willkommen.